Bei der öffentlichen Sitzung am Mittwoch herrschte die Meinung vor, erforderlichen Aufwand erst dann ins Auge zu fassen, wenn genügend Interessenten für den Grunderwerb gefunden seien. Bauamtsleiterin Jessica Förtsch informierte das Gremium über Stellungnahmen und Anregungen von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange, die während der ersten öffentlichen Auslegung eines Bebauungsplanentwurfs eingegangen waren. Darunter sind Hinweise auf geruchsintensive Großviehhaltung in der Nachbarschaft, auf die problematische Verlegung der Bushaltestelle an der Weidhäuser Straße oder Festlegungen zur Dachform und Neigungswinkel. Vom Landratsamt kam die Anregung, ein allgemeines Wohngebiet auszuweisen, was die vorgesehene Nutzung als Mischgebiet infrage stellt.

"Auch über die Naturschutzforderung zur Größe einer Ausgleichsfläche wird noch zu reden sein", informierte die Bauamtsleiterin. Auf Vorschlag von Bürgermeister Michael Keilich (CSU) wurde einstimmig beschlossen, die Stellungnahmen vom Planungsbüro einarbeiten zu lassen und eine neue Auslegung vorzubereiten. In der Juli-Sitzung soll das Projekt erneut beraten werden.

Keilich will Bauplätze vorhalten

Kämmerer Heiko Lech empfahl, kostenaufwändige Erschließungsmaßnahmen nicht mehr ins laufende Haushaltsjahr zu legen, denn der Haushalt werde durch das Millionenprojekt Veranstaltungshalle schon belastet. "Aus Erfahrung regte ich an, Arbeiten erst zu realisieren, wenn genügend Bewerber vorhanden sind", sagte er. Der Bürgermeister hingegen war der Meinung, es sei notwendig, für Interessenten ausreichend Bauplätze vorzuhalten, zumal sich das Neubaugebiet praktisch im Sonnefelder Ortskern befindet. Joachim Zwosta erinnerte an die aktuell "bauherrenfreundliche Zinssituation".

Beruhigende Kriminalitätsstatistik

"Sonnefelder Bürger können weiterhin beruhigt schlafen", sagte Günther Eppler von der Polizeiinspektion Neustadt bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik im Inspektions- und Gemeindebereich. Abgesehen von 30 (im Vorjahr 17) bearbeiteten Diebstahlsdelikten stehe Sonnefeld im Gemeindevergleich gut da. Sachbeschädigungen und Rauschgiftdelikte seien zurückgegangen, berichtete der Dienststellenleiter. Polizeioberkommissar Frank Glatzer bilanzierte die Verkehrsunfälle. Mit 93 (Vorjahr 90) registrierten Verkehrsunfällen sei Sonnefeld dem Trend einer kräftigen Erhöhung der Kollisionen von 836 auf 939 nicht gefolgt. Obwohl die "Hummelkreuzung" mit Lichtsignalen gesichert sei, bleibe sie mit acht Fällen gefährlicher Unfallschwerpunkt im Gemeindebereich.