Donnerstagabend hatten die Bewohner der Neustadter Stadtteile Fürth am Berg, Horb und Plesten zur Bürgerversammlung das Wort. Im Schützenhaus der Grenzlandschützen standen Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) mit seinen Amtskollegen, Zweiter Bürgermeisterin Elke Protzmann (FW), Drittem Bürgermeister Martin Stingl (SPD) sowie Mitgliedern der Verwaltung Rede und Antwort. "Es können aus den Reihen der Bürgerversammlung Anträge gestellt werden. Das zuständige Gremium muss sich innerhalb von drei Monaten damit beschäftigen", gab Frank Rebhan zur Kenntnis.

Das will Horst Löffler aus Fürth am Berg jedoch anders erfahren haben: Denn bereits im letzten Jahr hatte Löffler bei der BV den schlechten Zustand des Zufahrtswegs zu seinem Haus Am Lindenbach beklagt. "Bisher ist ein Jahr vergangen und nichts ist gemacht" kritisierte er. "Das klären wir in den nächsten 14 Tagen", sagte OB Rebhan zu. "Ich nehme Sie beim Wort", gab sich Horst Löffler zufrieden.

Das "Referat 4 - Bauwesen" teilte Horst Löffler im Schreiben vom 27. März vergangenen Jahres mit, dass die erstmalige endgültige Herstellung einer Anbaustraße Erschließungsbeiträge auslösen würde, die von Grundstückseigentümern zu tragen wären. Die erstmalige endgültige Herstellung einer Straße liege im Ermessen der Stadt Neustadt. Da die Straße Am Lindenbach überwiegend als Zufahrt zu den Grundstücken dienen würde, habe der Bausenat in seiner Sitzung bereits am 26. März 2015 entschieden, diese Straße wegen der sehr geringen Verkehrsbedeutung und der finanziellen Beteiligung der Stadt Neustadt nicht erstmalig endgültig herzustellen. Diese Entscheidung sei Horst Löffler bereits zugeteilt worden. In der Bürgerversammlung letzten Jahres wurde vom Vertreter des städtischen Bauhofs zugesagt, die Straße Am Lindenbach demnächst auszubessern.

Das zuständige "Referat 4/Bauhof" teilte dazu am Freitag in einer Stellungnahme mit: "In der Kalenderwoche 35 wurde durch den Tiefbau-Techniker Bastian Bauer und Gärtnermeister Lothar Geuther der Schotterweg Am Lindenbach kontrolliert. Es wurden keine verkehrsgefährdeten Mängel festgestellt. Lediglich wurden leichte Unebenheiten im Fahrbahnbelag festgestellt, diese sind für wassergebundene Deckschichten normal. Ähnliche Fahrbahnunebenheiten werden auch in Asphaltdeckschichten festgestellt und werden als leichte Beschädigung aufgenommen und nur in bei einer Verkehrsgefährdung beseitigt".

Frank Rebhan verlas die bereits eingegangene Anfrage von Stadtratsmitglied Thomas Büchner (ÖDP) aus Horb, ob ein Lkw am Wochenende in einer 30er-Zone parken dürfe: Es handle sich nicht um ein reines Wohngebiet. Von Ortssprecher Hartmut Gundermann aus Plesten wurde angefragt, wie es mit dem Spielplatz weitergehe. Aus Gründen der Verkehrssicherheit habe der Bauhof Schaukel und Torwand abgebaut und hierfür sei eine Rutsche und eine runderneuerte Schaukel geplant, so Frank Rebhan.

Bezüglich der Staatsstraße 2708 laute vom staatlichen Bauamt Bamberg die Stellungnahme: Der Ausbau zwischen der B4 und Horb werde derzeit intensiv geplant. Die Unterlagen zu dem Vorentwurf würden zur haushaltsrechtlichen Genehmigung erstellt. Belange von Natur- und Wasserschutz würden mit schwerwiegenden Fragestellungen aufwarten. Abstimmungen mit dem Wasserwirtschaftsamt Kronach seien abzusprechen. Nach der haushaltsrechtlichen Genehmigung im Frühjahr 2020 werde sich ein Planrechtsverfahren anschließen. Erwin Röther meinte: "Da leb ich nicht mehr".

Gebhard Roschlau wollte wissen, was es Neues zur Straße zwischen Horb und Fürth gebe. "Es gibt Gespräche darüber, dass die Bedingungen für eine Staatsstraße aus verschiedenen Gründen an manchen Stellen nahezu nicht oder gar nicht umsetzbar sind. Wir werden hingehen, um Lösungen zu finden. Ich will, dass es gebaut wird, man ist im Gespräch", sagte Frank Rebhan.

Der Baum und das Geld

Stadtratsmitglied Walter Thamm (CSU) meinte, Die Stadt gebe ein schlechtes Bild, den neuen Baum als Ersatz für die Friedenseiche nicht spendiert zu haben. Stingl klärte auf, der Förderverein habe einen größeren Baum gewünscht und somit etwas zu den Kosten dazugegeben. "Die Vereine wollten sich bewusst einbringen". Dem stimmte Wolfgang Zarske zu: "Ist so vereinbart worden".

Frank Wainert wollte wissen, ob von der Stadt ein Baugebiet in Fürth geplant sei. Frank Rebhan: "Nur, wo Bedarf besteht." Eine Umfrage habe keine Anfragen auf Baugrund ergeben. "Ohne Bedarfsnachweis können wir kein neues Baugebiet ausweisen, wir gehen mit Steuergeldern um", so Rebhan. Marina Zarske erwähnte, das Dach am Kirchengemeindehaus habe zwar ein Metalldach erhalten, das Holz darunter faule jedoch. Frank Röser von der Bauverwaltung präsentierte im Lichtbildervortrag, was bereits geschehen ist und was geplant.