Von wegen, die Städtepartnerschaft Sonneberg-Neustadt funktioniert nicht. Zumindest auf der kulturellen Ebene gibt es erneut ein nachahmenswertes Beispiel, wie unkomplizierte Zusammenarbeit von Vereinen in einem gemeinsamen Ergebnis fruchtet.

Montagnachmittag in der Frankenbaude auf der Wehd. Zum offiziellen Pressetermin haben sich gut ein Dutzend Gäste eingefunden. Neben den Vertretern der regionalen Medien sind es von Seiten der Stadt Sonneberg Heiko Voigt (Beigeordneter), Jessica Ippensen (Tourismus) und Pressesprecherin Heidi Losansky, für die Stadt Neustadt hat Andre Röttger (Tourismus, Sport und Kultur) am Tisch Platz genommen. Und nicht zu vergessen die Akteure der beteiligten Vereine: Rainer Göbel (Bergfreunde 70 Neustadt) und Christian Dressel (Zweiter Vorsitzender KGA Obere Stadt Sonneberg). Letzterer informierte die Anwesenden dann auch gleich über den Anlass der Zusammenkunft: die Einweihung des "Wehder Neustadt Blicks". Zur Erklärung. Von der Frankenbaude aus, die zum Stadtteil Wehd gehört, hat man einen wundervollen Blick auf Sonnebergs Partnerstadt Neustadt.

Im Vorgarten der Frankenbaude wurde dazu in den vergangenen Tagen ein Teil des Hangs präpariert. "Wir vom Verein Obere Stadt haben hier die Vorarbeit geleistet für das Setzen eines Gedenksteins, der in Zusammenarbeit mit der Stadt Sonneberg und dem Steinmetz Hopf nunmehr einen würdigen Platz gefunden hat, und haben das Ganze mit einer Bepflanzung verschönert. Am Mittwoch wird noch eine von den Bergfreunden 70 Neustadt gestiftete Tafel angebracht, damit wir am kommenden Samstag die offizielle Einweihung des besonderen Ortes vornehmen können", verriet Dressel und freute sich, dass die über Landkreis- und Bundeslandgrenze übergreifende Zusammenarbeit zu diesem Projekt so unproblematisch ablief.

Ähnlich sah es Heiko Voigt. "Nicht nur der Ort ist wichtig, sondern ebenso der Umstand, dass sich zwei Vereine gefunden haben und das Ganze von unten haben wachsen lassen. Ich denke, der Wehder Neustadt Blick ist auch ein Zeichen unserer landsmannschaftlichen Verbundenheit." Unterstützende Worte steuerte André Röttger bei. "Zur offiziellen Einweihung am Samstag haben sich schon alleine 80 Bergfreunde angesagt.

Ich finde es eine gute Idee, dass die beiden Vereine ihr jeweils für den 29. Juni geplantes Sommerfest zusammenlegen und gemeinsam hier an der Frankenbaude feiern. Wir als Stadt Neustadt werden uns gerne an der Ausgestaltung des Festes beteiligen und hoffen auf weitere Besucher aus der Region", lud der Neustadter Kulturamtsvertreter für den kommenden Samstag ein. Dass es überhaupt dazu kommen kann, ist übrigens Röttgers Vorgänger Dieter Seyfarth zu verdanken. "Von ihm stammt ursprünglich die Idee", ergänzte Röttger, der in den letzten Monaten in Zusammenarbeit mit den Vereinen und der Stadt Sonneberg seinen Part zum Gelingen beitrug.

Am 29. Juni steigt ab 14 Uhr das Sommerfest an der Frankenbaude. Wer ein paar gesellige Stunden verleben möchte, kann bei dieser Gelegenheit auch gleich einen Blick gen Westen werfen.