Das so genannte Brücknershaus an den Sinterterrassen in Weißenbrunn vorm Wald soll abgerissen werden. Dennoch ist es Eigentum der Stadt Rödental - mit allem, was daran und darin zu finden ist. Entsprechend ist es für Bürgermeister Marco Steiner (FW) kein Kavaliersdelikt, dass am Wochenende dort zwölf Fenster gestohlen worden sind, wie er bei der Sitzung des Bausenats am Dienstag informierte.
Steiner will erst heute, Mittwoch, Anzeige erstatten. "Bis dahin soll Gelegenheit bestehen, ein mögliches Missverständnis vielleicht doch noch aufzuklären", sagte er. Offenbar gibt es Hinweise darauf, wie die Fenster abhanden gekommen sind. Denn Marco Steiner zeigte sich sehr zuversichtlich, dass aufgeklärt werden kann, wer sie ausgebaut und mitgenommen hat. Dass der oder die Täter straffrei bleiben, kann der Bürgermeister allerdings nicht versprechen. Schließlich geht es um klare Straftatbestände. Sich zu melden, könnte für die Betroffenen aber sicher mildernd wirken, ist er überzeugt.
Das Haus steht seit vielen Jahren leer. Weil es oft als Schandfleck bezeichnet wurde, kaufte es schließlich die Stadt, um es abreißen zu können. Daraufhin gründete sich ein Verein, der das Gebäude retten wollte. So bekam das markante Haus an den Sinterterrassen eine Galgenfrist. Weil der Verein jedoch auch nach einem Jahr Planungszeit kein Konzept für die Sanierung und weitere Nutzung des Gebäudes vorlegen konnte, das den Bausenat überzeugte, fiel die Entscheidung, es nun endgültig abzureißen. Eigentum der Stadt bleibt es dennoch - und das gilt auch für die Fenster und den Rest der Bausubstanz.


Viel Platz für Wohnmobile

In Oeslau, nahe den Tennis- und Beach-Volleyball-Plätzen könnten bald Wohnmobilisten ein attraktives Ziel finden. Im Rahmen einer Initiative der Tourismusregion Coburg-Rennsteig zum Ausbau der Infrastruktur für Wohnmobil Reisende, plant dort die Stadt ein entsprechendes Gelände. 43 Stellplätze, alle sechs Meter breit und bis zu zwölf Meter lang, sieht ein aktueller Plan vor.
Das Gelände zu erschließen, würde etwa 200 000 Euro kosten. Die Stadt möchte dann aber ungern als Betreiber auftreten. "Wir würden lieber einen Betreiber suchen, der dann entsprechend der Auslastung einen Betrag an die Stadt abführt", sagte Marco Steiner. Der Planer habe den Platz als attraktivste Möglichkeit in der gesamten Region bezeichnet, sagte der Bürgermeister. Dazu trägt neben der zentralen Lage bei, dass sich das Gelände direkt neben einer Gaststätte befindet. Auch diese könnte von der Nachbarschaft profitieren und beispielsweise gegen Entgelt die Nutzung vorhandener Duschen und Toiletten anbieten. Daneben wären die Reisenden wohl auch einem gastronomischen Angebot nicht abgeneigt.
Ingrid Ott (CSU) fand die Auslegung mit 43 Plätzen zu groß. Sie glaubt nicht, dass der Platz mit so vielen Plätzen ausgelastet werden würde. Die anteiligen Kosten an der Werbung durch den Tourismus-Verbund wären aber deutlich höher als bei einer ersten Planung mit 23 Stellplätzen.


Wenig Platz für die Feuerwehr

Kipfendorf hat keine eigene Löschgruppe mehr. Der Feuerwehrbedarfsplan, den die Stadt hat erstellen lassen, sieht das auch gar nicht mehr vor. Er rät zur Zusammenlegung mit derWehr in Rothenhof. Damit steht die Garage, die bisher von der Feuerwehr genutzt wurde, für eine andere Nutzung zur Verfügung. Bedarf meldete neben der Dorfgemeinschaft auch die Feuerwehr Rothenhof an, die dort einen Mehrzweckanhänger unterstellen möchte, um mehr Platz in einer Garage am eigenen Standort in Rothenhof zu haben. Die Dorfgemeinschaft beruft sich nicht nur auf eine Zusage aus Zeiten der Dorferneuerung, die sie vom damaligen Bürgermeister Gerhard Preß erhalten hatte. Demnach soll sie den Raum nutzen dürfen, wenn sich die Löschgruppe auflöst. Sie argumentiert auch damit, dass der Raum mit ihren Gerätschaften, Tischgarnituren und Ständen schon so voll ist, dass der Anhänger schlicht nicht auch noch hinein passt. Der Senat entschied, der Dorfgemeinschaft die vorrangige Nutzung zu geben.