Manchmal geht es nur noch mit Humor: "Es kommt wieder zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Coburger Innenstadt", meldete Dienstag früh der Lokalsender Radio Eins - und fügte hinzu: "Wir wünschen Ihnen viel Geduld - oder einen Hubschrauber!"

Auf eine harte Geduldsprobe wurden vor allem Autofahrer gestellt, die aus Richtung Bad Rodach in die Vestestadt wollten. Denn die Rodacher Straße ist ja auf Höhe der Firma Knoll gesperrt, weil am dortigen Bahnübergang ein zusätzliches Gleis eingebaut wird. Sprich: Viele weichen auf die Callenberger Straße aus - doch ausgerechnet dort gibt es seit gestern ebenfalls eine Sperrung.

Sperrung bis Mittwochnachmittag

Weil die Bahn an der Böschung zwischen Callenberger Unterführung und Agip-Tankstelle Baumpflegearbeiten durchführt, steht bis voraussichtlich am Mittwochnachmittag eine Fahrspur weniger zur Verfügung. Im Berufsverkehr kam es deshalb zu langen Rückstaus bis weit über die Gaudlitz-Kreuzung hinaus.

Mit den Worten: "Das ist alles schon ein bisschen krass zurzeit", kommentiert derweil auch Hubert Dehler die Verkehrssituation in Coburg. Dehler ist bei den SÜC für den Stadtbusverkehr zuständig, der natürlich auch von der Baustellen-Flut beeinträchtigt wird. Besonders knifflig ist es auf der Linie 1, die von der Innenstadt nach Neuses und Beiersdorf fährt. Stadtauswärts ist am gesperrten Bahnübergang in der Rodacher Straße Schluss.

Fahrgäste müssen aussteigen

Fahrgäste, die weiter nach Neuses oder Beiersdorf wollen, müssen dann aussteigen und durch die Baustelle laufen. Auf Höhe der Firma Knoll besteht dann die Möglichkeit, in einen separaten Bus der Linie 1 einzusteigen, der ausschließlich in Stadteinwärts-Richtung zwischen Neuses/Beiersdorf und der Rodacher Straße verkehrt.

Doch es kommt noch komplizierter: Unmittelbar vor dem gesperrten Bahnübergang besteht keine Wendemöglichkeit. Die Stadtbusse dürfen deshalb das ehemalige Gelände der angrenzenden Kohlenfirma Puff nutzen, um eine große Schleife zu fahren und schließlich wieder Neuses und Beiersdorf ansteuern zu können.
Doch am Mittwochabend soll der Verkehr auch an diesem Nadelöhr wieder normal rollen. Sperrungen gibt's in Coburg dann aber immer noch zuhauf: etwa die Alexandrinenbrücke, Bahnhofstraße, Falkeneggstraße...