Am vergangenen Dienstag trafen sich die Mitglieder zu ihrer Hauptversammlung in den Räumen des sogenannten "Laden" in der Judengasse 40. Bettina Dörfling, die bisherige Zweite Vorsitzende, wurde zur Vorsitzenden gewählt. Sie löste damit Iris Piper ab, die künftig als Geschäftsführerin fungiert und dem Kinderschutzbund erhalten bleibt. Piper betonte: "Für die Coburger Kinder wünschen wir uns, dass das Thema Kinderarmut nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwindet, da die Kinderarmut nach wie vor sehr präsent ist." Piper und Dörfling freuen sich über jeden Sponsor, besonders erfreut wären sie, wenn sich die Menschen nicht nur monetär engagierten, sondern sich auch persönlich im Kinderschutzbund einbrächten. Dörfling brachte es auf den Punkt: "Wir wünschen uns mehr Mitglieder, wir würden gerne die 300er Marke schaffen. Die Arbeit fußt auf ehrenamtlichen Mitgliedern." Momentan hat der Coburger Kinderschutzbund 270 Mitglieder. Davon engagieren sich 60 Personen in der ehrenamtlichen Arbeit. Diese hätten weit über 9000 Stunden im Jahr 2017 geleistet. Dabei seien sie von den hauptamtlichen Mitarbeitern fachlich unterstützt und geleitet worden. Der Jahresbeitrag für eine Mitgliedschaft liegt bei 30 Euro.

Auch die weiteren Vorstandsmitglieder wurden gewählt. Mandy Mewes-Stadelmann wurde zur Zweiten Vorsitzenden berufen. Der Banker Holger Föhrweiser-Budewig übt nach wie vor das Amt des Schatzmeisters aus und Ulrike Feder wurde wieder zur Schriftführerin gewählt. Auch drei Besitzerinnen wurden berufen. Christine Heinze, Nazire Ün und Rebekka Degenhardt stehen dem Vorstand zur Seite. Susanne Sonnefeld trat für das Amt der Beisitzerin nicht mehr an. Auch die Position der Kassenprüfer wurde neu besetzt. Wie der Schatzmeister hervorhob, sei eine Kassenprüfung beim Kinderschutzbund eine echte Herausforderung, da unzählige Vorgänge überprüft werden müssten. Linda Hein und Ulli Böhm werden sich künftig dieser Aufgabe stellen.

Von den 24 zu ehrenden Mitgliedern konnten am Dienstagabend lediglich zwei persönlich anwesend sein. Ein Großteil hatte sich wegen einer Erkrankung entschuldigt. Geehrt wurde für 50 Jahre Treue zum Kinderschutzbund Coburg Dagmar Königs. Seit 25 Jahren halten die Treue: Barbara Helbig, Angelika Palitza, Iris Pipe, Sabine Rickert, Karin Sitter, Heike Stier, Gabriele Storzer, Christel Taubmann und Maria Weiser. Seit 20 Jahren sind dabei Andrea Bauersachs, Sylvia Bittermann, Kirsten Ginsinger-Weiß, Angelika Jander, Janna Preisler, Martina Wank.


Neu gestaltete Homepage geht bald an den Start

Bettina Dörfling wies auf die neu gestaltete Homepage des Kinderschutzbundes Coburg hin, die ab April 2018 ihren Dienst aufnehmen werde. Unter www.kinderschutzbund-coburg.de werde man künftig fundierte Informationen und die aktuellen Termine und Veranstaltungen finden. So finden beispielsweise die Aktion zum Weltkindertag, der Mitarbeiterinnen-Dankeschön-Nachmittag und die SecondHandModeWochen - Herbst/Winter im September 2018 im Kinderzentrum statt. Die Kinder- und Familienlobby (KiFaLo) wird seit September 2017 von der Sozialpädagogin Melanie Hanna geleitet. Verschiedene Angebote, wie Eltern-Kind-Gruppen, das Familienfrühstück "Raum 13", der "Schlaumeiertach", die Spielgruppe, Beratung und Elternkurse werden von ihr angeboten. "Die Vernetzung der Angebote untereinander ermöglicht eine Begleitung der Familien über einen längeren Zeitraum (Schwangerschaft bis Eintritt Kindergarten) ... Durch die gute Vernetzung des Kinderschutzbundes mit anderen Institutionen können Familien bei Bedarf optimal in das Unterstützungsnetzwerk eingebunden werden oder in weiterführende Hilfen vermittelt werden und weiterführende Hilfen vermittelt werden.", ließ Hanna mitteilen.

Dorothee David zeichnete ein recht positives Bild der Arbeit des Secondhandladens "Die Kiste". Sowohl die ehrenamtlichen Mitarbeiter als auch die großen und kleinen Kunden seien mit der Arbeit der Kiste und den Angeboten zufrieden. Auch Susanne Sonnefeld zeigte sich von der "Aktion Sternentaler" positiv beeindruckt. "Im Jahr 2017 konnten wieder zahlreiche Familien und ihre Kinder unterstützt werden. Der Zuschuss beträgt derzeit maximal 80 Euro, es wird kein Bargeld ausgehändigt", betonte Sonnefeld. Sie ergänzte: "Vielen Dank allen Helfern und Unterstützern der Aktion Sternentaler, sowie den vielen Spendern... Jeder Cent ist wichtig, jeder Cent kommt an und wird nach wie vor benötigt."


Kompakter anbieten?

Melanie Hanna ließ auch auf den Elternkurs "Starke Eltern - Starke Kinder!" hinweisen. Sie betonte, dieser Kurs stärke das Selbstvertrauen der Eltern in ihrer Erziehung. Interessenten würden in eine Liste eingetragen. Als Manko sah Hanna die Dauer des Kurses von zehn Abenden an. Zum Ende der Veranstaltung regte Sonnefeld an, darüber nachzudenken, ob man diese zehn Abende nicht kompakt in ein Wochenende packen könne.