Bomben, erhaltenswerte Gemäuer und das Globe. Da kommt ganz schön viel zusammen für die Verantwortlichen, die das ehemalige Güterbahnhofsgelände neu gestalten wollen. "Der Güterbahnhof im Jahr 2025" - diesem Motto folgten rund 30 interessierte Coburger. Die Wirtschaftsförderung und das Stadtumbaumanagement hat gestern zu einem Rundgang eingeladen. Dabei wurde gezeigt, welche Projekte am Güterbahnhof realisiert werden sollen.

Im Süden wurde schon gebaut. Das Gelände wurde erschlossen und eine Brücke gebaut. Ab 2019 soll dort ein Parkhaus entstehen. Laut dem Architekten, Claus Schönfelder, muss dazu der Boden untersucht werden. "Es gibt einen massiven Verdacht auf Kampfmittel", sagt er. Diese könnten sogar bis zu zwölf Meter unter der Erde verborgen sein.

Gleich neben diesem Parkhaus soll das Globe errichtet werden, das zunächst als Interimsspielstätte während der Generalsanierung des Landestheaterrs dienen soll. Alexander Gleußner (Wifög) sagt: "Das ist die favorisierte Stelle." Gleußner stellte auch klar: "Das Äußere muss so gestaltet werden, dass es der neuen Spielstätte gerecht wird." Daneben wäre noch Platz für Nebengebäude, die das Theater in der Interimszeit braucht. Denn das Globe umfasst hauptsächlich den Zuschauerraum (bis 450 Plätze) und die Bühne.

Die Pakethalle soll weiterhin ein Veranstaltungsort bleiben, erläutert Gleußner. Hier wird es wahrscheinlich am südlichen Teil um ein weiteres Stockwerk erweitert, sagt Gleußner.
Dagegen sind die Arbeiten in der Villa des Schlachthofes im vollen Gange. Böden wurden verlegt und Fenster eingesetzt. Gleußner sagt: "Am 15. Juni soll das Gebäude fertig sein."