Die Stellungnahme von Jürgen W. Heike hat folgenden Wortlaut:

"In der Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 21.08.2013 wird unter dem Titel "Der nächste Ärger für die CSU" behauptet, ich habe "Telefon- und Schreibarbeiten" von einer Anwaltskanzlei erledigen lassen, an der ich entweder beteiligt oder zumindest für sie selbst tätig gewesen sein soll. Da hiermit der Eindruck erweckt wird, ich hätte mich dadurch persönlich bereichert, ist hierzu eine Richtigstellung notwendig:

1. Die von mir beauftragte Anwaltskanzlei ist selbständig. Ich persönlich habe keinerlei Anteile und erziele auch keinen anteiligen Gewinn aus deren Tätigkeit.

2. Die Mitarbeiter der Kanzlei, bislang zweieinhalb Stellen einschließlich eines akademischen Mitarbeiters, sind vertraglich verpflichtet, Tätigkeiten für mich als Abgeordneten zu übernehmen. Die hieraus resultierenden Ansprüche auf eine entsprechende Bezahlung aus der pauschalen Aufwandsentschädigung sind somit gerechtfertigt. Zuzüglich Sozialversicherungsanteil, Umlagen und Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung errechnet das Landtagsamt für das laufende Jahr einen Erstattungsbetrag in Höhe von 7524 Euro pro Monat.

3. Der Oberste Rechnungshof hat entgegen des durch die Süddeutsche Zeitung hervorgerufenen Eindrucks in seinem Bericht vom 12.08.13 lediglich dort Kritik angemeldet, wo beauftragte Gesellschaften eine finanzielle Beteiligung des Abgeordneten oder eines seiner Angehörigen beinhalten. Dies ist bei mir nicht der Fall.
Wörtlich heißt es im Rechnungshofbericht: "Nach dem geltenden Bayerischen Abgeordnetenrecht ist diese Handhabung rechtlich nicht zu beanstanden. [...] [Das] geltende Abgeordnetenrecht lässt diese Zahlungen jedoch zu." Die Süddeutsche Zeitung formuliert hingegen wie folgt: "Der ORH hat diese Praxis in seinem vergangene Woche veröffentlichten Prüfbericht des Landtags als "problematisch" eingestuft."

Seit 2003 habe ich die Kanzlei abgegeben und bin lediglich freier Mitarbeiter ohne irgendwelche Einkünfte hieraus. Weder habe ich gegenüber der Kanzlei ein Weisungsrecht, noch hat aber der Inhaber der Kanzlei umgekehrt eines mir gegenüber. Mein Status als freier Mitarbeiter ist nach Ansicht der Anwaltskammer zu offenbaren, also auf Briefkopf und Kanzleischild mit dem entsprechenden Vermerk (§ 8 BRAO) einzutragen.

Ich habe und ich werde mich auch weiterhin nach den Gesetzen und den Vorschriften des Landtagsamtes richten. Dies schließt eine ordentliche Bezahlung meiner Mitarbeiter ein. Die letzte Anpassung der Aufwandserstattungen stammt vom 19.03.2013. Darin wird genau aufgegliedert, was für die vom Landtagsamt vorgesehenen Mitarbeiter hinsichtlich Einstufung und Zahlung festgelegt ist. Diesen Vorgaben werde ich auch künftig entsprechen."