Es handelt sich um die erste bekannte bildliche Darstellung eines Hackbretts: Deshalb wurde das Bild der "24 Alten" in die Ausstellung "Gott, die Welt und Bayern" aufgenommen, die ab 17. Oktober in München gezeigt wird.

Alle zehn regionalen staatlichen Bibliotheken in Bayern haben Exponate beigesteuert. Das Coburger stammt aus einer Handschrift, die Johann Friedrich dem Mittleren gehörte, dem Vater von Herzog Johann Casimir. Die Landesbibliothek verfügt über etliche Handschriften und Drucke, die sich einst am kursächsischen Hof Friedrichs des Weisen in Wittenberg befanden oder die den ernestinischen Herzögen gehörten, die vor rund 450 Jahren in Coburg, Gotha oder Weimar regierten. Coburg hätte auch ein Exemplar der Schedelschen Weltchronik zur Ausstellung beisteuern können. Sie wird in München gezeigt, stammt aber nicht aus Coburger Beständen.

Die ehemalige herzogliche Hof- und Staatsbibliothek gehörte ab 1919 zur Coburger Landesstiftung und wurde 1973 an den Freistaat Bayern zur Verwaltung übergeben. Im ersten Teil von "Gott, die Welt und Bayern" ist aus Coburg auch ein koloriertes Exemplar einer sehr seltenen Oktavausgabe von Luthers Neuen Testament von 1530 zu sehen.

In Teil 3 wird die "Haus-Chronik" der Herzogin Alexandrine gezeigt. Sie stammt aus der Glanzzeit des Herzogtums im 19. Jahrhundert, als der regierende Herzog Ernst II. sich als deutscher Bundesfürst für die Reichsgründung 1871 einsetzte, sein Bruder Albert als Prinzgemahl in Großbritannien eine wegweisende Politik betrieb und beider Onkel Leopold als erster König der Belgier (ab 1831) sich als Staatsmann von europäischem Format einen Namen machte. Die Haus-Chronik kann auch im Internet durchgeblättert werden: Sie ist vollständig digitalisiert. red