So recht will es nicht weichen - das von den starken Regenfällen Mitte der Woche ausgelöste Hochwasser entlang der Itz im südlichen Landkreis Coburg.
Am Freitag in den Mittagsstunden präsentierte sich der Itzgrund noch als fränkische Seenlandschaft. Der Pegel der Itz stieg zu diesem Zeitpunkt sogar noch leicht an, wohl bedingt durch die letzten Regenfälle vom Donnerstagabend. Gute vier Meter war der Höchststand der vergangenen Tage - das ist zwar noch einen guten halben Meter unter einem wirklich kritischen Wert, aber immerhin doppelt so hoch wie noch am Dienstagvormittag. Beim Hochwassernachrichtendienst (www.hnd.bayern.de) ging man davon aus, dass schon im Laufe des Samstages ein Pegelstand unterhalb der Meldestufe I (3,50 Meter) erreicht wird.
Für einige Landwirte im Itzgrund kam das Hochzeit zur Unzeit. Wie Hans Rebelein, Geschäftsführer des Coburger Kreisverbandes im Bayerischen Bauernverband (BBV), dem Tageblatt auf Anfrage bestätigte, steht auf einigen Felder noch das Gras für den dritten Schnitt. Dieses kann nun nicht mehr verfüttert werden, erklärte der Geschäftsführer: "Es ist durch das Wasser, den Schlamm und das Treibgut verschmutzt. Das kann man vergessen." Alleine schon, um die Gesundheit der Tiere zu schützen, könne man solches Gras nicht mehr verfüttern. Einige Landwirte hatten Rebeleins Informationen zufolge aber auch Glück: Sie brachten ihren dritten Schnitt des Jahres noch vor dem zweitägigen Dauerregen ins Trockene und können so die sommerliche Seenlandschaft gelassen genießen.
Ein erneuter Anstieg des Itz-Pegels ist für die kommenden Tage nicht zu erwarten. Der Wetterbericht verspricht mit Ausnahme von lokalen Gewittern am Sonntag bestes Sommerwetter. bk