Sieht so die Lösung aller Coburger Flugplatz-Diskussionen aus? "Check-in am Ketschen-Gate" lautete jedenfalls der verführerisch einfach klingende Vorschlag aus Narrenhand beim Gaudiwurm der Coburger Narrhalla - passend gewählt zum diesjährigen Motto "Coburg hebt ab".

Der Slogan erwies sich offenbar durchaus als inspirierend. Denn unter den fast 60 Gruppen fanden sich in diesem Jahr vielerlei lokale Anspielungen - längst nicht nur zum Thema neuer Verkehrslandeplatz, der freilich noch immer in der Schwebe ist. "Coburg, wir haben in Problem: Wo sollen wir landen?" lautete denn auch eine närrische Frage, die auf eine Raketen-Attrappe gepinselt war.

Bildergalerie: So heiter war der Gaudiwurm 2016!

Auch der Elferratswagen der Narrhalla widmete sich dem Flugplatz-Thema - inszeniert als eine neue Folge von Star Wars unter dem Motto "Neida Wars". Das drastische Szenario der Coburger Narren: "In der Coburger Bratwurst-Galaxie liefern sich die dunkle und die helle Seite der Macht erbitterte Kämpfe um die ultimative Wirtschafts-Wunderwaffe - den Verkehrslandeplatz Neida".


"Tanz auf des Bürgers Nase"

Die "Jungen Coburger" hatten sich das Thema Landestheater vorgenommen. Unter dem Motto "Großes Theater in Coburg" präsentierten sie einen Vorschlag - perfekt passend zur Informationsfahrt einer Coburger Delegation ins Landshuter Theaterzelt zwei Tage zuvor.

Ihr Vorschlag für eine Interimsspielstätte während der Generalsanierung war ebenso naheliegend wie ungewöhnlich: "Ausweichspielstätte Rathaus". Und auch für den Spielplan gab's gleich noch ein paar Vorschläge. Unter der Rubrik Drama hieß das Erfolgsstück "Das Haushaltsloch", dem Ballett empfahlen sie den "Tanz auf Bürgers Nase" und als Fantasiespiel sollte der Intendant den "Umgesetzten Bürgerentscheid" auf den Spielplan setzen.


Geld regiert die Sportlerwelt

Aber auch die ehrgeizige Sportszene Coburgs nahmen die Narren ins Visier. "Sportlich sind wir erste Sahne, nur finanziell geht's uns Banane", machten die Bundesliga-Volleyballer des VSG Coburg/Grub auf ihren mühsamen Kampf um Sponsoren aufmerksam. Und in Richtung auf den finanziell weitaus besser gestellten HSC 2000 Coburg gab es gleich noch eine kleine verbale Spitze: "Trotz allem werden wir nicht gelb, doch Geld regiert die Sportlerwelt."