"Problematisch ist das Grillen auf offenem Feuer statt auf Glut", haben die Lebensmittelprüfer in ihren Bericht geschrieben, den sie an den Stadt Coburg schickten. Denn die Stadt Coburg muss den Verbraucherschutz gewährleisten und damit auch die Einhaltung der geltenden Grenzwerte.

Deshalb lautet die Empfehlung des Ordnungsamts an alle, die da Bratwürste braten, um sie zu verkaufen: Vermeidet offenes Feuer! Denn das scheint ein Auslöser dafür zu sein, dass sich die Inhaltsstoffe der Bratwurst in Benzo[a]pyren umwandeln, das als krebserregend gilt.

Gleichwohl mahnt Innungsobermeister Ralf Luther (Neustadt) am Freitag namens der Fleischer zur Ruhe: Nun müsse systematisch erforscht werden, woran es liegt. Sind es die Kiefernzapfen ("Kühle"), die den Ausschlag geben? Ist des die Grillmethode, wenn die Bratwürste überm offenen Feuer liegen? Oder sind's die Würste selbst, aus denen bei großer Hitze so viel Fett austropft, dass es mit Harz und Kohle giftige Stoffe bildet? Oder werden die Coburger Bratwürste schlicht zu "schwarz" gebraten?

Bis Ende Juli, hofft Luther, sind durch entsprechende Proben- und Analysereihen Antworten auf diese Fragen gefunden. Bis dahin rät der Obermeister den Bratern, nicht nur auf offenes Feuer unter der Wurst, sondern auch auf Kühle zu verzichten.