Er wusste 14 Jahre lang nicht, was er damit anfangen sollte. Dann spielte Markus Rink seinem Bandkollegen Benny Steinbach das Gitarrenriff vor. Und der fing sofort Feuer und sang ein paar Zeilen darauf. Vergessen war das eben noch einstudierte Lied, ohne große Worte begann die Arbeit an dem neuen. Nach drei Stunden war die Songskizze, wie Steinbach sagt, fertig geschrieben.

Gleich darauf begannen die beiden ihren Song "I didn't listen" aufzunehmen. "Da wir mit einem recht guten Equipment ausgestattet sind, konnten wir gleich direkt vor Ort in unserem Proberaum in Coburg recorden, und heraus kam ein recht professionelles Ergebnis", erzählt Steinbach, der in dieser Version noch zusätzlich den Part vom Piano, Synthesizer sowie Percussion übernommen hatte. Markus Rink an der Gitarre spielte die restlichen Parts mit Bass, Drums und Backing Vocals.
"Der Song hatte für uns das gewisse Etwas und wir entschlossen uns dazu, diesen im August beim ,Deutschen Rock&Pop Preis‘ einzureichen.

Von diesem Wettbewerb hatten wir in der Vergangenheit immer wieder was gehört und dachten, das dieser Song hierfür ideal wäre", verrät Rink.
Die beiden hatten gar nicht damit gerechnet und waren entsprechend überrascht, als sie Anfang November die Nachricht erreichte, dass sie aus über 800 Bewerbern in der Kategorie "Beste Pop Band" (Nachwuchs) nominiert sind.

Die Musiker, die erst im Februar ihr Band-Projekt "Yestosayno" ins Leben gerufen hatten, hatten noch vier Wochen Zeit, die Band zusammenzustellen, mit der sie "I didn't listen" bei der finalen Live-Show am 8. Dezember in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden präsentieren. "Zum Glück arbeiteten wir parallel mit dem Schlagzeuger Sebi und Bassist Tim an einem anderen Musik-Projekt namens "Alabama King Kong" und konnten die beiden Jungs ohne große Überzeugungskraft mit ins Boot holen", erzählt Markus Rink.

Der Song sei bis dahin - trotz der bereits erfolgten Bewerbung - immer noch mehr eine "Song-skizze" gewesen und musste noch "rund gemacht" und auf ein Bandarrangement umgeschrieben werden.
Nach zweimal proben und der Generalprobe in dieser Woche war der Song dann "im Kasten". Heute geht es Richtung Wiesbaden. Benny Steinbacher: "Wir fühlen uns richtig gut vorbereitet und freuen uns sehr."

Einmal hören - gleich ins Ohr

Der Anspruch, den das Projekt "Yestosayno" ganz unabhängig von dem Wettbewerb an sich stellt, ist hoch: "Wir wollen als erfahrene und individuelle Musiker, mit unseren einschlägigen Erfahrungen im Musikbereich, dem jeweils persönlichen Groove und der gemeinsamen Musikalität Melodien formen, die nach einmaligen Anhören ins Ohr gehen." Sie beschreiben ihre Musik so: "Hierbei bleibt es nicht nur bei leisen Tönen oder sanft aufeinander abgestimmten tonalen Perlen, auch der Blues, der Rock und der Funk treffen gekonnt aufeinander, und man wird sanft durch die verschiedenen Stilrichtungen geleitet. Knackig ineinandergreifende Songs und deren Strukturen, die automatisch bewegen und zum Tanzen drängen, sind die Folge." Ihre erste CD will "Yestosayno" im nächsten Jahr aufnehmen.