Von einem Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube hat der Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach (CSU) jetzt die klare Zusage mitgebracht: Die Deutsche Bahn ist bereit, Liegenschaften in der Nähe des Bahnhofes an die Stadt zu verkaufen. Damit wäre der Weg für die Errichtung dringend benötigter Parkplätze für Berufspendler und Reisende frei.

Diese Zusage kam fast wie aus heiterem Himmel. Selbst Michelbachs Parteifreund und IHK-Präsident, Friedrich Herdan, zeigte sich am Mittwoch bei einem Pressegespräch im "Münchner Hofbräu" sichtlich überrascht: "Das ist endlich eine wesentliche Aussage, um die wir lange gekämpft haben." Insbesondere bei der Diskussion um einen möglichen ICE-Halt in Coburg spielen ausreichend Parkmöglichkeiten am Bahnhof eine wichtige Rolle.
Wie Hans Michelbach bestätigte, kann es nun sehr schnell mit der Verwirklichung gehen. Die schriftliche Zusage Grubes liege ihm vor, auch die Höhe eines staatlichen Zuschusses (rund 80 Prozent der Baukosten) für ein Parkdeck hat Michelbach schon ermittelt.

Der Neubau eines Parkdecks, das nach Ansicht von Friedrich Herdan erweiterbar sein muss, könnte im Gleichschritt mit dem behindertengerechten Ausbau des gesamten Coburger Bahnhofes stattfinden. Auch hier hat Hans Michelbach nämlich eine feste Zusage in der Tasche: Noch im Jahr 2015 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das heißt: Die Deutsche Bahn wird noch in diesem Herbst in Coburg die Entwürfe vorstellen, die Genehmigung muss dann spätestens im Frühjahr erteilt werden. Zentraler Teil des Umbau wird neben der Behindertengerechtigkeit auch die Erhöhung der Bahnsteige auf 55 Zentimeter über der Schienenoberkante. Das braucht man für einen ICE-Halt.