Die Gemeinschaft Stadtbild stört sich weiterhin an der Fassade des von der städtischen Wohnbau errichteten Neubaus Albertsplatz 4. Sie stehe, so die Kritik des engagierten Mitglieds Werner Weiß, "im krassen Gegensatz zum benachbarten denkmalgeschützten Häuser-Ensemble".

Im Konsens mit Stadtbild und nach Vorgabe eines Sachverständigen für Architektur habe man deshalb einen Vorschlag erarbeitet, wie die "lieblos gestaltete Fassade" bereits mit wenigen Maßnahmen ein "Lifting" erfahren könnte. Einig ist man sich im Stadtbildkreis auch, statt der "mausgrauen Erdgeschossfarbe" die gesamte Fassade farblich einheitlich bis auf den Sockel zu gestalten und den Fenstern mit Hilfe einiger Fenstersprossen einen kleingliedrigeren Charakter zu verleihen. "Dadurch würde sich der Bau optisch viel einfühlsamer in die historische Altstadt einfügen", ist sich Weiß sicher, der aber betont: "Das ist nur ein möglichen Vorschlag zur Verbesserung - wir wollen nicht in die Planungshoheit des Bauamts eingreifen".

Gleichwohl sehe man es als "Stadtbildverschönerungsverein" als Herausforderung an, einen Beitrag zu einer Aufwertung des Albertsplatzes zu leisten, wobei sich sich Stadtbild auch an den Kosten der entsprechenden Maßnahmen beteiligen würde.

Enttäuscht zeigt sich Weiß vom Hinweis des Wohnbau-Chefs Christian Meyer, mit etwaigen Korrekturen am Haus Albertsplatz 4 zu warten, bis das benachbarte Eckhaus Ketschengasse 28 restauriert ist.