Eine Serenade spielte ursprünglich unter freiem Himmel, wie Direktor Stefan Adler in seiner Begrüßung erinnerte. Bei dieser waren angesichts der herrschenden Hitze wohl alle froh, im klimatisierten Kongresshaus zu sitzen. Das war zur diesjährigen Serenade des musischen Gymnasiums Albertinum voll bis unters Dach. Es gab großen Jubel für die eindrucksvollen Ensembles und das wohlüberlegt abwechslungsreiche Programm unter der Moderation von Susanne Panusch und Tim Tietze. Was allerdings in etwas Wehmut endete, da Orchesterleiter Martin Bram in den Ruhestand verabschiedet wurde.
"Sein" sinfonisches Orchester brachte dem Folk-Fan nach dem offiziellen Programmpart als überraschendes Dankeschön "Greensleeves", wohlklingend und voller Herz. Und Silvana Peschek formulierte, auch der Bitte des Schulleiters folgend, den Wunsch des Orchesters, Bram möge ihnen doch zumindest in reduzierter Stundenzahl erhalten bleiben. Der sichtlich gerührte Bram "drohte" daraufhin, "wenn ihr es mir noch mal sagt, mach ich's womöglich". Tosender Jubel.


So geht es auch

Das launige Konzert war mit einem umfangreicheren Part des Sinfonischen Blasorchesters unter Leitung von Markus Plitzner mit voll trompetender Filmmusik eingeleitet worden. Bond, James Bond und die Piraten der Karibik zogen in Siegesgeste vorbei, nachdem die Blues Brothers ihre Sonnenbrillen wieder abgenommen hatten. Doch, gewitzt wie Plitzner ist, führte er dann in heimische Gewässer, und ha, blitzte da nicht auf manchem Gesicht im Orchester ein kleines Lächeln auf - bei ganz traditioneller Blasmusik?
Claudia Habram hatte kurzfristig den stark besetzten Mittelstufenchor von dem erkrankten Uwe Friedrich übernehmen müssen und damit dessen Auftreten gesichert, wofür ihr ein Blumenstrauß überreicht wurde. Den Elvis-Song "Can't help falling in love" und "I'll be there" der Jackson Five gab es somit harmonisch einschmeichelnd.
Für eine gewisse Verblüffung sorgte das achtköpfige Gitarrenensemble von Matthias Rother mit seiner reizvoll-zarten Version von "Hotel California" und dem auch in purem Saitenklang rhythmisch packenden Michael Jackson-Hit "Billie Jean". Mensch, dass das auch so geht...
Dann, alle Achtung, der Mädchenchor Q11, sechsstimmig bei nur zwölf Sängerinnen a cappella. Auch der unter Leitung von Claudia Habram, die dann wiederum den großen Oberstufenchor kraftvoll und differenziert das "Radio" anschalten ließ und "Another day of sun" aus dem Film "La La Land" tanzen ließ.
So beschwingt ging es anschließend rüber in den Hof des Albertinums zum musikalischen Umtrunk mit der Albert's Jazzband ebenfalls unter Leitung von Markus Plitzner.