Gloria in excelsis deo. "Ehre sei Gott in der Höhe” war das große Weihnachtskonzert des Albertinums in diesem Jahr überschrieben. Und zur Ehre gereichte es auch dem musischen Gymnasium selbst. Die hervorragenden Darbietungen der verschiedenen Chöre und Orchester ließen am Montagabend in der Morizkirche immer wieder jubelnden Beifall aufbranden.
Schulensembles unterliegen unvermeidlich Schwankungen und Wandel. Auch wenn "die zentrale Tätigkeit des Albertinums das gemeinsame Musizieren ist", wie es die Mathematiklehrerin Stephanie Kruppa-Thurisch in ihren Advents-Worten formulierte, die Demonstration von Können, musikalischem Mut und vor allem auch von ansteckender Leidenschaft geriet in diesem Jahr zu einem besonderen vorweihnachtlichen Geschenk für alle Zuhörer in der vollen Kirche.
Die Albertiner boten ein dreistündiges, vielseitiges und immer wieder tief berührendes Programm. Im Zentrum des ersten Teiles stand überraschend und faszinierend die Aufführung eines neuen Werkes des walisischen Komponisten Karl Jenkins: ein fulminantes "Gloria" in drei Teilen, das Claudia Habram mit riesigem Chor und großem Projektorchester erklingen ließ, ein rhythmisch packendes, gewaltig anschwellendes, dann in minimalistischen Anklängen und maßvoll-modernen Tonfolgen hinreißendes Werk, das man sofort wiederhören möchte, vor allem wenn es in solch überlegender Differenziertheit, harmonischem Sound und Ausdruckskraft in Chor wie Orchester erklingt.
Zuvor schon hatte das Collegium Albertinum unter Leitung von Martin Bram reizvoll Durchdringendes geboten, die erwartungsvoll gespannte "Verkündigung - An der Krippe" des Coburger Komponisten Gerhard Deutschmann, in der die Melodien alter Weihnachtslieder wie aus intensiven Träumen vorüberwehten.
Beeindruckende solistische Kontraste setzten unter anderenm Erik Konietzko und Joel Dicker an der Orgel. Elias Pfetscher und Henrik Letzer boten eine sehr reizvolle Adaption für Gitarre und Akkordeon des Allegros und des Largos aus Vivaldis Konzert D-Dur. Rebecca Har tan, Altsaxofon, verführte nochmals mit Teilen aus Pedro Iturraldes "Memorias" zusammen mit Claudia Habram am Klavier, wie nach der Pause überhaupt Beiträge aus dem ebenfalls begeisternden Albertinum Konzert vor gut einer Wochen inHeilig Kreuz nochmals zur Wirkung kamen. So auch Susan Callaways berührendes "Nothing Is Impossible" mit dem Unterstufenchor unter Leitung von Uwe Friedrich.
Im zweiten, nun beswingteren Teil des Konzertes ließ unter anderem Marco Plitzner das Sinfonische Blasorchester hinreißend "A Happy Christmas" jubeln. Das traditionell gemeinsam mit allen Besuchern gesungene Schlusslied "O du fröhliche ..." erscholl in diesem Jahr kraftvoll tönend wie selten.