Es ist ein heißer Wochenendtag auf der 82 Jahre alten Alexandrinenhütte auf der Sennigshöhe. Einer der Besucher schnappt sich spontan eine Gitarre, die an der Wand hängt, und fängt an zu musizieren. So schildert Dieter Schubert, Vorsitzender des Thüringerwald-Vereins, die Situation, die ihm und seinem Team Grund zum Brainstorming gegeben hat. "Uns hat das so gut gefallen, in Zukunft sollen öfters Volks- und Musikfeste auf der Hütte stattfinden", kündigt er im Gespräch mit dem Tageblatt an.

Dabei erfreut sich die Wanderraststätte auf dem höchsten Punkt des Landkreises ohnehin schon großer Beliebtheit. "Die Hütte ist bestens besucht, pro Tag kommen durchschnittlich 50 bis 150 Besucher", erklärt Schubert. Er glaubt auch zu wissen, woran das liegt: "Bei uns gibt es immer frischen Kuchen, regionale Speisen und fränkische Biersorten. Außerdem gibt es Eis als Nachspeise und für Veganer ist auch etwas dabei".


Naturlehrpfad in Planung

Von den 380 Mitgliedern des Thüringerwald-Vereins Coburg engagieren sich 60 ehrenamtlich in der Raststätte. Die rustikale Steinhütte stellt seit 1936 ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel dar. Ab dem Parkplatz in Mirsdorf ist sie nach 10 Minuten Fußweg erreicht. "Um einen kleinen Marsch kommt man nicht herum", sagt Schubert, "dafür lohnt sich aber die Aussicht auf 524 Metern Höhe."
Möglicher Startpunkt für eine Wanderung - und zwar durch den idyllischen Weißbachsgrund - ist der Wanderparkplatz oberhalb von Tiefenlauter.

Nachdem dieses Jahr neue Spielgeräte für Kinder angeschafft wurden, plant der Thüringerwald-Verein bereits neue Attraktionen. Ein aktuelles Projekt ist das Errichten eines Naturlehrpfades am Rande des Waldes. Bislang konnte das Vorhaben noch nicht durchgesetzt werden, allerdings könne man ab nächstem Jahr mit einer Umsetzung des Projekts rechnen. "Bis dahin müssen noch Partner zur Unterstützung gefunden werden", so Schubert.


Mehr Musik auf der Hütte

Für die kommende Saison hat sich der Thüringerwald-Verein auch noch weitere Angebote einfallen lassen. Als Ergänzung zur "Hüttenplatte", einem beliebten Wurst-Teller auf der Alexandrinenhütte, wird nächstes Jahr erstmals das "Weißwurstwandern" stattfinden, kündigt Schubert an. Hier werden als Abwechslung zu den bisherigen Wurst- und Käsespeisen nach einer Wanderung auch Weißwürste angeboten.

Außerdem wolle man künftig vermehrt Volksfeste, speziell mit Blasmusik, veranstalten. "Da gab es auch schon mal eine Situation auf der Hütte, bei der drei Leute spontan mit Blasinstrumenten musiziert haben", erinnert sich Schubert. Solche Gemeinschaftserlebnisse wolle man öfters haben. "Das bringt noch mehr Leben und Bewegung auf die Hütte!"

Eine weitere Idee für nächstes Jahr ist ein Sängerwettstreit. Dazu ist geplant, Chöre und Sängergruppen - vor allem aus dem Raum Meeder - zu gewinnen.