Liebesqual, ach Liebesqual macht die Prinzen so schwach. Den goldenen vom Aschenputtel (Simon van Rensburg) mit Haartolle, der allerdings jede Frau schräg legt. Und den dunklen vom tragischen Rapunzelchen (Emily Lorini) mit den sexy Strumpfhosenbeinchen (Dirk Mestmacher). Die kriegen später übrigens alle Eheprobleme.

Man könnte seiten- und stundenlang so weiter erzählen, denn "Es war einmal" am Landestheater Coburg in einer nie dagewesenen Variante, dem Musical "Into the Woods" des amerikanischen Komponisten Stephen Sondheim, einer quergemixten, turbulenten, spaßigen, aber auch mit Lehren und Moralsprüchen so vollgestopften Variante, bis sie jedes solide deutsche Grimm-Märchen ad absurdum führt. Dass aber trotzdem alles schrecklich wahr ist, wie das in den klassischen Märchen so ist - wer wollte das bestreiten? Solch einer würde schon merken, wie die witzig vorgetragenen, aber dann halt doch wuchtig ernsten Mahnungen nachgehen. Alles dreht sich um die verdammte Wünscherei, das ewige Sehnen, Wollen, Gieren, die Unzufriedenheit im Menschen.

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