Was für eine Nacht! Überall in der Stadt und im Landkreis Coburg wurde ausgelassen ins neue Jahr hineingefeiert. Eine besonders schöne Silvesterparty stieg im Thermalbadrestaurant in Bad Rodach. Denn dort ging es mediterran zu: Mehr als hundert Gäste genossen griechische Spezialitäten und wagten - zu den Klängen einer Bouzuki - auch das eine oder andere Tänzchen. Seit Juni 2012 wird das Restaurant in der Therme Natur schließlich von der griechischen Familie Tsavdaridou bewirtschaftet.


Party bis weit nach Mitternacht

Die Stimmung war bestens, wie sich Paraskevi Tsavdaridou erinnert, und auch weit nach Mitternacht sei noch kein Ende in Sicht gewesen. Doch gegen 3.30 Uhr passierte es dann: "Bei meiner Schwiegertochter Chrisoula setzten die Wehen ein!" Vorsichtshalber hatte Paraskevi Tsavdaridou bei der Feier komplett da rauf verzichtet, selbst Alkohol zu trinken. So konnte sie ihre hochschwangere Schwiegertochter (errechneter Geburtstermin war der 31. Dezember) schnell und sicher nach Coburg ins Klinikum fahren. Auch der werdende Vater, ihr 29 Jahre alter Sohn Savvasder, war natürlich dabei und fieberte dem großen Ereignis entgegen.

Es war schließlich 5.13 Uhr, als die kleine Paraskevi das Licht der Welt erblickte. Das Mädchen - 48 Zentimeter groß und 2950 Gramm schwer - wurde ganz traditionell nach der Oma benannt, wird vom Rufnamen her für die meisten aber wohl "Vivi" sein. Weitere Besonderheit: Die Kleine wird eine doppelte Staatsbürgerschaft erhalten - deutsch und griechisch. "Das ist doch selbstverständlich", sagt die stolze Oma, die selbst in Deutschland geboren ist, bei der Geburt ihrer Söhne allerdings wieder in Griechenland war. Im Sommer 2012, als das Engagement im Restaurant im Thermalbad begann, ist der Tsavdaridou-Clan, bestehend aus drei Familien, nach Bad Rodach gezogen.


Die nächste Feier im Blick

Während andernorts an Neujahr oft Katerstimmung herrscht, kann man sich bei der Familie Tsavdaridou bereits auf das nächste große Fest freuen. "Wenn Chrisoula und Paraskevi in ein paar Tagen nach Hause kommen, muss das doch gefeiert werden", sagt die stolze Oma mit einem Augenzwinkern.