Blaualgenalarm am Goldbergsee. Das Wasserwirtschaftsamt Kronach und das Ordnungsamt der Stadt Coburg warnen vor Wasserkontakt. Verschiedene Blaualgenarten wurden entdeckt. Vor allem im Bereich des Mönchs am Ablauf sammeln sich die Algen.
"Das kommt immer wieder vor. Das ist etwas ganz Natürliches", sagt Gabriele Trommer, die zuständige Biologin beim Wasserwirtschaftsamt Kronach, die die ihr zugestellten Proben näher untersucht. Panik will sie deshalb nicht verbreiten. Allerdings: Die Menschen sollten vorsichtig sein und Wasserkontakt möglichst vermeiden.
Immer wieder sprechen Behörden Badewarnungen wegen Blaualgen aus, um die Gefährdung von Schwimmern zu verhindern.
Welche Syptome können auftreten?
"Blaualgen sind sogenannte Cyanobakterien, die sind überall im Wasser zu finden und bei normaler Konzentration völlig ungefährlich", sagt Horst Auer von der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bayern gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.. Wenn sich die Bakterien allerdings stark vermehren, können sie die Wasserqualität einschränken.
Einige Arten produzieren nämlich Stoffe, die bei Badenden Durchfall, Erbrechen oder Hautausschläge und im schlimmsten Fall sogar Atemnot auslösen können. Eine Gesundheitsgefahr besteht vor allem durch das Schlucken des Wassers - das gilt auch für Hunde! "Wenn Behörden hier ein Badeverbot aussprechen, sollte man das besser berücksichtigen", warnt Horst Auer von der DLRG.
Zu einer starken Vermehrung von Blaualgen führt neben einem hohen Nährstoffgehalt im Wasser auch eine steigende Wassertemperatur.
Stellen örtliche Behörden einen solchen Befall fest, werden Badende durch Schilder informiert. Erst Anfang Juli sprachen die Behörden beispielsweise Badewarnungen im Fränkischen Seenland am Kleinen Brombachsee aus.
Gabriele Trommer geht davon aus, dass sich das Problem am Goldbergsee innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen löst. Allerdings sei man nicht davor gefeit, dass im August die Algen erneut blühen. Je nach Wetterlage. Je wärmer es ist und je mehr Sonne scheint, desto höher sei das Risiko. Blaualgen gibt es immer.
Wie lange eine Badewarnung bestehen bleibt, hängt davon ab, wie schnell sich der See regeneriert. Um sicherzugehen, entnehmen Behörden an Badestellen regelmäßig Wasserproben, um die Konzentration der Bakterien im Wasser zu überprüfen.
Blaualgen sind - anders als der Name sagt - grüne schlierenartige Gebilde im Wasser. "Etwa 20 oder 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche sieht man dann meistens einen grünen Teppich schwimmen", sagt Auer. Allerdings seien diese Flächen meist nicht im ganzen See, sondern nur an bestimmten Stellen zu sehen.