Sebastian Stich, Lars Meisenbach, Christoph Brückner und Wolfgang Diller hatten eine gute Idee: Sie wollten Sensoren zur Überwachung von Wälz- und Gleitlagern entwickeln. Ebenso hatten die vier jungen Männer sehr viel Ehrgeiz - und jetzt haben sie auch noch jede Menge Erfolg. Die "BestSens AG", die sie ins Leben gerufen haben, wurde am Donnerstag in Nürnberg mit dem bayerischen Gründerpreis ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr waren sie bereits beim Businessplanwettbewerb des Netzwerks Nordbayern prämiert worden und erhielten zudem ein Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums.

Den bayerischen Gründerpreis, den jährlich der bayerische Sparkassenverband verleiht, erhielt die BestSens AG in der Kategorie "Konzept". Der Fokus lag somit auf der Geschäftsidee. Aber auch die Plausibilität des Geschäftsplans, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Qualifikation der Gründerpersönlichkeiten sowie die nachhaltigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten waren Bewertungskriterien.

Die BestSens AG ist eine Ausgründung der Hochschule Coburg. Sie wurde im Januar 2012 mit Firmensitz in der Neustadter Straße 7 gegründet. Dank der entwickelten High-Tech-Sensoren hilft man den Kunden, die aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Schmiermittel- und Lagerindustrie kommen, beim Kostensparen. Denn durch die Sensor-Überwachung kann die Lebensdauer der Wälz- und Gleitlager und der dazugehörigen Maschinen besser ausgenutzt werden. Die patentierte Technologie von BestSens besteht aus zwei Schallköpfen, die in das Maschinengehäuse eingeschraubt werden und im direkten Kontakt zum Außenring des Wälzlagers stehen. Die Elektronikeinheit berechnet alle relevanten Messgrößen in Echtzeit und stellt diese über ein Webinterface und weitere Schnittstellen zur Verfügung.