In Gauerstadt wird es wohl zu keiner Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h kommen. Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Bad Rodacher Bausenates stellte Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) fest, dass die vorhandene bauliche Verkehrssituation keine Möglichkeit gibt, von der Straßenverkehrsordnung abzuweichen. Diese sieht eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde vor. Damit könne die Stadt dem Wunsch einiger Bürger nach einer geringeren Höchstgeschwindigkeit nicht nachkommen.

Zu einer unendlichen Geschichte entwickelt sich das Thema Tempo 30 in der Hildburghäuser Straße.
Der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages hat das Staatsministerium des Inneren und die nachfolgenden Behörden aufgefordert zu prüfen, ob bauliche Maßnahmen die Verkehrssicherheit im Sinne der Petition erhöhen können. Ins Gespräch kam eine Verbreiterung des Gehsteiges auf jeder
Fahrbahnseite um 7,5 Zentimeter. Die Stadt lehnt aus Kostengründen ein solches Ansinnen ab und besteht auf der Wiederanordnung der 30 km/h-Beschränkung. Offensichtlich gilt hier das Prinzip, erst bauliche Maßnahmen zur Verkehrssicherung durchzuführen, bevor Verkehrsschilder aufgestellt werden. Christoph Herold (CSU) kommentierte dies so: "Das ist Verschwendung von Steuergeldern."


Aus alt mach neu

Kämmerer Michael Fischer informierte das Gremium darüber, dass in der Max-Roesler-Straße 18 hochwertige Wohnungen in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft entstehen werden. Die kalkulierten Kosten bezifferte er auf 4,5 Millionen Euro. Fischer rechnet mit einem staatlichen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro, die Kreditaufnahme wird sich demnach auf 2,6 Millionen Euro belaufen. "Der Rest wird aus Eigenmitteln der Stadt gedeckt", ließ der Kämmerer wissen. Im Herbst dieses Jahres sollen die Abbrucharbeiten der drei auf dem Grundstück vorhandenen alten Wohnhäuser beginnen. Die Rollenverteilung ist auch klar definiert. "Die Stadt ist der Bauherr, die Wohnungsbaugenossenschaft tritt als Generalunternehmer auf", war von Michael Fischer zu erfahren.

Einstimmig beschlossen wurde eine Neuregelung der Verrechnung von Auf- und Abbauzeiten für Mieter der Gerold-Strobel-Halle. Für alle zukünftigen Mietverträge gilt, dass die Zeit von Freitag, 22 Uhr, bis Sonntag, 10 Uhr, mit der Tagespauschale abgedeckt ist. Für Zeiten des Auf- und Abbaus, die vor oder nach diesem Fenster in Anspruch genommen werden, stellt die Stadt sechs Euro pro Stunde in Rechnung.

Einigkeit herrschte auch darüber, die Maurerarbeiten für das Feuerwehrgerätehaus an die Firma Markus Fladt zu vergeben. Erfreut war der Kämmerer, dass die im Haushalt für das Projekt vorgesehenen Kosten von 65 000 Euro nicht überschritten werden. Nicht überrascht zeigte sich der Kämmerer, dass nur zwei Firmen Angebote abgegeben haben. "Die Firmen sind voll", stellte Fischer fest. Bürgermeister Tobias Ehrlicher meinte, dass man sich mit einem Neubau des Gerätehauses örtlich und finanziell schlechter gestellt hätte.

Stadtrat Udo Trier (Zukunftsforum Bad Rodach) monierte, dass die Glascontainer in der Fladengasse nicht geleert würden und daher "überlaufen".

Seine Zustimmung erteilte der Bauausschuss der Durchführung einer "DJ-Party" am Waldbad.

Die Waldbauernvereinigung Coburg Land hält ab sofort jeden Donnerstag Sprechstunden von 8.30 Uhr bis 10 Uhr im Rathaus ab.

Dem Antrag eines Anliegers, das Halteverbot im Bereich der Heldburger Straße 37 aufzuheben, wurde aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht stattgegeben.

Auf Nachfrage von Christoph Herold teilte Bauamtsleiter Dirk Hochberger mit, dass die Brücke im Wallgraben noch in diesem Jahr erneuert werde.

Genehmigt wurden die Bauanträge bzw. Bauvoranfragen zum Neubau eines Gartenhauses und einer Lagerhalle (Firma Schink).