Der erste Abschnitt der Fahrbahnsanierung auf der Bundesstraße 4 im südlichen Landkreis Coburg wird für die Verkehrsteilnehmer eine relativ stressfreie Angelegenheit. "Dieses Stück tut am wenigsten weh", sagt Günter Engelhardt über die von Montag an geltende Sperrung zwischen Untersiemau und Rossach.

Engelhardt, der bei der Kronacher Servicestelle des Staatlichen Bauamtes Bamberg für das Gesamtprojekt "Oberbausanierung zwischen Untersiemau und Kaltenbrunn" zuständig ist, befürchtet beim ersten Bauabschnitt keine großen Behinderungen. Für die laut Verkehrszählung rund 5400 Verkehrsteilnehmer pro Tag gibt es schließlich die Möglichkeit, den gesperrten Abschnitt auf der ehemaligen Bundesstraße 4 zu umfahren. Der Weg über die Kreisstraße CO 12 und Großheirath nach Rossach und wieder zurück auf die B 4 ist nur minimal länger und auch tauglich für den Schwerlastverkehr.

Derzeit sind für den ersten Abschnitt der Fahrbahnerneuerung fünf Wochen Bauzeit vorgesehen. Im Bauamt ist man optimistisch, dass dieser "sportliche Zeitplan" (sagt Engelhardt) eingehalten werden. Man habe sich bei der Ausschreibung einem leistungsfähigen Unternehmen den Auftrag erteilen können, erklärt der Baurat.

Ein Plus an Sicherheit

Wobei die Rahmenbedingen für Bauprojekte derzeit nicht einfach sind. "Das fängt schon beim Asphalt an", erklärt Günter Engelhardt und verweist auf die vielen Straßenbauprojekte, die derzeit in Nordbayern stattfinden. Da seien selbst die großen Asphaltmischwerke derzeit quasi voll ausgebucht. Und Asphalt brauchen sie zwischen Untersiemau und Rossach jede Menge - rund 27 500 Quadratmeter Straßenfläche dürften zusammenkommen. Ab Montag wird laut Plan die marode Oberfläche abgefräst und dann ein insgesamt zwölf Zentimeter starker neuer Belag (acht Zentimeter Binder-, vier Zentimeter Deckschicht) aufgebracht.

Aber nicht nur das, erklärt Günter Engelhardt. Nach dem Belag bekommt die B 4 eine neue Fahrbahnmarkierung sowie Schutzplanken, die den Anforderungen des modernen Verkehrs entsprechen. Und, nicht zu vergessen: Die Verkehrsinseln an den Kreuzungsbereichen (wie der ab Montag gesperrten Abzweigung Richtung Buchenrod/Großheirath) werden mit jeder Menge im Boden eingelassenen Reflektoren versehen. "Das verbessert die Nachtsichtbarkeit und ist ein großer Gewinn für die Verkehrssicherheit", versichert der Projektleiter.

Lesen Sie hier mehr über die Straßenbauprojekte im Coburger Land

Eine ernsthafte Alternative zur Vollsperrung hat es für das staatliche Bauamt nicht gegeben. Alleine schon aus Gründen der Sicherheit für die Bauarbeiter. Nach einigen schweren Unfällen in den vergangenen Jahren in Deutschland sind die Vorschriften deutlich verschärft worden.

Voraussichtlich am Montag, 21. September, rückt der Bautrupp weiter Richtung Süden. Dann steht der längste Sanierungsabschnitt - auf über viereinhalb Kilometern Länge zwischen Rossach und Gleußen - auf dem Programm. Da wird es mit der Umleitung vier Wochen lang deutlich komplizierter als jetzt. Alle Details zum gesamten Projekt finden Sie hier auf inFranken.dePLUS