Der Coburger Maximilian Engel hat Großes vor: Unter dem Künstlernamen "Emix" möchte er als Musiker durchstarten. Im vergangenen Jahr stand der 26-Jährige oft vor dem Mikro im Tonstudio. Seine Musik ist "etwas Neues", geht in die Rap-Pop-Richtung und schließt auch die Musikrichtungen Trap (ein Subgrene von Hip-Hop) und Dancehall (eine Mischung aus Reggae und Hip-Hop) ein. Bereits fünf Songs stehen aktuell auf seinem YouTube-Kanal "This is Emix Offical" online. Die Resonanz hat ihn überrascht: Sein Song "Brettern", der vor etwa sechs Wochen veröffentlich wurde, hat fast 1000 Aufrufe. "Das pusht mich natürlich weiterzumachen und gibt mir Kraft für die eigenen Songs", sagt er.

Mehr als nur ein Hobby

Bis vor einem Jahr war Maximilian Engel in der Industrie tätig. Dann wollte er sich neu orientieren. "Das war auch der Auslöser, warum ich wieder mehr zur Musik gefunden habe", erzählt er. Denn so konnte er sich Zeit für seine Leidenschaft nehmen. "Musik war schon immer ein Teil meines Lebens."

Bereits vor zehn Jahren hat er hobbymäßig mit seinen Freunden Songs geschrieben. "Die Gruppe hat sich aber über die Jahre aufgelöst. Jetzt haben ich und ein paar der Jungs uns wiedergefunden." Die Texte, die er nun schreibt, sind aber anders als die eher klischeehaften Texte, die er mit 16 Jahren geschrieben hat: "Die Musik ist heute viel tanzbarer und kein Gangsterrap, alles ist viel melodischer", erzählt er. "Es gibt aber klar auch Momente, wo ich die Jungs mit einbeziehe. Da frage ich: Kann man das so stehen lassen?" Denn etwas Freches haben manche seiner Texte schon noch, so Emix, "aber ich achte darauf, dass es im Rahmen bleibt. "

Sein jüngster Song "Paper" zum Beispiel soll Mut machen und vermittelt die Botschaft ,Glaub an dich'. Ich lass mich nicht bremsen, ich lass mich nicht blenden, du hattest recht, du musst kämpfen, denn im Leben wird dir keiner was schenken - lautet eine Zeile. "Ich möchte den Menschen einfach etwas mitgeben, dass sie so fühlen wie ich", erzählt Maximilian Engel.

Seine musikalischen Idole sind keine deutschen Rapper, sondern US-Sänger wie "Drake" oder "The Weeknd". Deutschrap hört er nur selten. Wenn er sich von der Musik inspirieren lassen will, dann lieber durch Songs aus dem Ausland: "Ich höre gerne französischen Rap", erzählt er. Generell versucht er, "die Inspiration aus dem Alltäglichem zu holen, um nicht so zu klingen wie die anderen".

Unterstützung von allen Seiten

Sich beim Produzieren der Texte und Lieder nach dem Terminkalender zu richten, das kommt für ihn nicht in Frage. Er wartet einfach auf "den richtigen Moment, wenn die Muße einen packt". Und dann "geht alles recht schnell". Im Kulmbacher Tonstudio von Produzent Stefan Schnabel lassen sie dann verschiedene Melodien laufen: "Ich suche den Beat aus, manchmal sucht der Beat auch mich aus" sagt er und lacht. Etwa zwei Stunden braucht er für einen guten Song.

Zuletzt muss dann noch ein Video gedreht werden. "Dabei erhalte ich Unterstützung von einem Freund, der das hobbymäßig macht", erzählt er. "Das hat sich so eingependelt." Ob Musikproduktion, Fotos oder Videos: Vieles habe sich von selbst ergeben. "Wenn man die Möglichkeit dazu hat, sollte man das auch nutzen."

Er ist dankbar für die Unterstützung seiner Freunde. Auch seine Familie stand sofort hinter ihm, als sie von seinen Plänen erfuhr. "Früher habe ich nicht so darüber gesprochen, da war man ja quasi ein Kind und dachte noch nicht so daran", erzählt der 26-Jährige. "Jetzt ist es anders. Ich habe gemerkt, das hat Hand und Fuß. Jetzt ist die perfekte Zeit, um an die Öffentlichkeit zu gehen."

Wie es nun weiter geht, das möchte er auf sich zukommen lassen: "Es wäre natürlich cool, wenn es mit dem Rappen klappt. Wenn man das Hobby zum Beruf machen kann, ist das das Beste, was einem passieren kann. Aber ich schaue einfach, wo es mich hinführt ohne zu übertreiben", sagt Maximilian Engel. Falls es mit der Musikkarriere nicht klappt, dann wird er auf jeden Fall hobbymäßig damit weitermachen.

Im Moment sieht er der Zukunft optimistisch entgegen. "Es werden bald noch einige Songs auf YouTube veröffentlicht, die bereits fertig sind", verrät er. Er ist sich sicher: "Dieses Jahr wird gut werden. Da wird man noch viel von mir hören."