Bekommt Coburg eine Tatortfolge? Antrag forder Oberbürgermeister zu Bewerbung auf:Am Sonntag läuft er in der ARD: Der neue Franken-Tatort. Die fünfte Folge des fränkischen Krimiablegers spielt im oberfränkischen Bayreuth. Neben Nürnberg - hier spielten bislang die meisten Tatortszenen in Franken - waren auch Würzburg und Bamberg Drehorte.

Tatort soll zur Chefsache werden

Das hat offenbar Begehrlichkeiten geweckt: Die SPD-Fraktion des Coburger Stadtrats möchte einen Tatort aus der Vestestadt. Dazu hat sie jetzt einen Antrag für die Stadtratssitzung am 20. März gestellt. Wörtlich heißt es: "Der Stadtrat möge beschließen, den Oberbürgermeister (Chefsache) damit zu beauftragen, Kontakt mit der ARD/dem Bayerischen Rundfunk BR aufzunehmen." Er solle die Stadt Coburg für einen nächsten Franken-Tatort interessant machen, heißt es weiter.

Ein großes Plus ist in den Augen der Fraktion der Darsteller Andreas Leopold Schadt. Er spielt den Kommissar Sebastian Fleischer und lebt seit geraumer Zeit im Coburger Landkreis. Schadt solle unterstützen und müsse mit einbezogen werden.

Coburg hat filmische und geschichtsträchtige Vergangenheit

Petra Schneider, Fraktionsvorsitzende der SPD im Coburger Stadtrat, hat den Antrag an den Oberbürgermeister gestellt. In der Begründung spielt sie auf die filmische Vergangenheit der Vestestadt an: Im Sommer 2015 endete mit dem Dreharbeiten zu "Smaragdgrün", dem Roman von Kersin Gier, Coburgs filmische Triologie. Zu allen drei Buchteile wurden Szenen in der Stadt aufgenommen. Der Schlossplatz und das Schloss in Ketschendorf waren damals die Drehorte.

Außerdem, so schreibt die Fraktionsvorsitzende Schneider weiter, können Stadtmarketing und das Image der Stadt davon nur profitieren. "Ihre geschichtsträchtige Vergangenheit lässt sich sicher in ein Drehbuch einarbeiten - vielleicht auch unser Landestheater", führt Schneider als letzte Begründung an.