Der Gemeinderat erhob bei seiner letzten Sitzung gegen die Einrichtung einer Tourist-Information in der Linden-Drogerie der Familie Sedlmeyer grundsätzlich keine Einwendungen. Die Verwendung des Schildes "Touristik-Information" mit dem Logo "I" auf rotem Grund wurde grundsätzlich gestattet. Nicht gestattet wird die Verwendung oder Vermarktung gemeindlicher Hoheitszeichen.
Hauptziel ist die Ausgabe von Tourismusmaterial für den Tourismusverband Stadt und Landkreis Coburg, nicht jedoch die Vermittlung von Zimmern. Der Tourismusverein Coburg-Rennsteig wird die Ausstattung mit Werbematerial übernehmen und regelmäßig für dessen Aktualisierung sorgen. Die Einrichtung einer solchen Anlaufstelle wurde wegen der Nähe der Autobahn als sinnvoll betrachtet. Wie Bürgermeister Udo Döhler (UBV) feststellte, werden in der Gemeindeverwaltung selbst allgemeines Informationsmaterial auch angeboten, jedoch aus Gründen der Gleichbehandlung mit anderen Kommunen kann der Tourismusverein keine Werbung für die Gemeinde selbst übernehmen.


Gemeinde hat geerbt

"Wir sind daran interessiert", meinte der Bürgermeister nach den Ausführungen von Stephan Franke von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, der Einblicke in eine Bürgerstiftung gab. Auch von den Gemeinderäten kamen keine negativen Stellungnahmen, ein Beschluss wurde noch nicht gefasst. Döhler bat jedoch den Referenten, einen Mustervertrag vorzulegen.
Da die Gemeinde einen größeren Betrag geerbt hat (mit dem Wunsch der Erblasserin, ihn für die Schule zu verwenden) könnte die Erbschaft - auch teilweise - mit in die Stiftung eingebaut werden. Franke führte eingangs an, dass Deutschland Spendenweltmeister sei, Spenden am liebsten für regionale Themen gegeben werden und es in Deutschland 20  000 rechtsfähige und 60 000 Treuhandstiftungen gebe.
Aus dem Mindest-Stammkapital von 10 000 Euro, das je zur Hälfte von der Sparkasse und von der Gemeinde zu erbringen wäre, werden die Erträge für mildtätige und gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet, ebenso Spenden bis zu einem Betrag von 200 Euro. Über die Verwendung entscheidet ein Stiftungsrat, der aus fünf Personen unter dem Vorsitz des Bürgermeisters besteht. Möglich - und gerne gesehen - sind auch Zahlungen aus dem Vermögensstock. Als positiv wurde erkannt, dass die Verwaltung über die Deutsche Stiftungstreuhand erfolgt.

Blutspender Bürgermeister Döhler stellte heraus, dass Blutspenden nicht schadet, sondern eher die Blutproduktion anregt. In Bayern würden täglich 2 000 Präparate benötigt.
Mit Ehrenurkunde und Nadel wurden ausgezeichnet: Claudia Sollmann, Matthias Knoth (25-maliges Spenden), Stephan Valtin, Monja Machold-Friedel (50) und Jochen Kaiser (75).

Nicht-öffentlich Der auf der Tagesordnung im öffentlichen Teil vorgesehene Punkt "Zuschussantrag des Schützenvereines für die Erneuerung der Heizungsanlage" wurde, ohne Gründe zu nennen, in den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung verschoben. Aus gegebenen Anlass, meinte Döhler.

Stromleitung Döhler teilte mit, dass Tennet pro Kilometer das Gemeindegebiet überspannende Stromleitungen den stolzen Betrag von 40 000 Euro zahlen wird. Die Überspannungslänge der Gemeindefluren beträgt 1,4 Kilometer.