Auch wenn Bürgermeister Bernd Höfer (CSU/LV) bei der Jahresschlusssitzung des Gemeinderates die Zusammenarbeit im Gremium, mit der Verwaltung und dem Bauhof lobte, gab es doch eine faustdicke Überraschung. SPD-Gemeinderat Andreas Heller erklärte, dass er aus seiner Fraktion austrete und obendrein deren Fraktionsvorsitz niederlegen werde. Aus der SPD selbst werde er nicht austreten. Gründe für diese Entscheidung nannte er nicht.

Weiterhin beschäftigten den Gemeinderat wieder die üblichen Straßen-Angelegenheiten. Der Bürgermeister informierte den Gemeinderat über ein Schreiben in Sachen Staatsstraße 2205, das er an Staatsminister Joachim Hermann und Staatssekretär Gerhard Eck gerichtet habe. Er bedauerte zunächst, dass er die Informationen, die die Gemeinde unmittelbar betreffen, aus der lokalen Berichterstattung erfahren musste. Er verwies nochmals darauf, dass die Gemeinde Meeder dringend auf die Umsetzung des Straßenbaues angewiesen sei, insbesondere die heimische Wirtschaft mit 700 Arbeitsplätzen. Auch Finanzierungszusagen sollten eingehalten werden. "Wir erwarten die Erfüllung der Zusagen", ließ Höfer demonstrativ wissen und fügte hinzu: "Die Aussagen aus den Berichterstattungen und deren zu entnehmende Bewertung sind schlichtweg nicht vertretbar und erschütternd." Auch könnten die Verzögerungen bei notwendigen Grundstücksfreilegen keinesfalls nachvollzogen werden. Hier bot Höfer eine gemeindliche Unterstützung an. Sein Resümee: "Auf die Zeitschiene verlegen, verstehe ich nicht mehr."

Auch die Straßenausbaubeitragssatzung spielte wieder einmal eine Rolle, wobei der Bürgermeister auf die vom Landratsamt Coburg veranlasste Aussetzung des Satzungsbeschlusses hinwies. Auch solle erst einmal die Bürgerversammlung abgewartet werden. "Wir handeln, aber nicht übereilt. Es wird kein schneller Beschluss gefasst", sagte Höfer.

Kurz & bündig:

Am Ortseingang von Ottowind wird der Landkreis im Jahr 2018 die Brücke der Kreisstraße CO 4 sanieren.

In das Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz werden 7 Gebäude und 4 Bauplätze in Neida im Rahmen des sogenannten Höfebonus aufgenommen und ein 90-prozentiger Zuschuss beantragt.

Damit das Bauvorhaben eines Neubau einer Garage mit drei Pkw-Stellplätzen in Großwalbur verwirklicht werden kann, stimmte der Gemeinderat einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zu. Nicht genehmigt wurde im Bereich von Wiesenfeld der Neubau eines Schleuderbetonmastes mit einer Höhe von 36 Metern für das Telekom-Mobilnetz. Der Grund: Es handle sich um ein Überschwemmungsgebiet und nach wie vor bestehe dort noch eine Veränderungssperre in Sachen Verkehrslandeplatz.
Auch die Gemeinde Meeder wird dem Verein Archivpflege im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit beitreten, um ihren gesetzlichen Pflichtauftrag qualitativ erfüllen zu können, da selbst entsprechendes eigenes Fachpersonal nicht zur Verfügung gestellt werden kann. An Kosten wurden 2500 bis 3000 Euro genannt.

Der Zweckvereinbarung zur gemeinsamen Nutzung der Zentralen Beschaffungsstelle der Stadt Coburg stimmten die Meederer Gemeinderatsmitglieder zu. Größere Baumaßnahmen könnten künftig somit rechtssicher abgewickelt werden. Ein Grundbetrag von 36 Cent pro Einwohner ist zu entrichten. Daneben fallen 250 Euro für das Verfahren und 2500 Euro für sonstige Leistungen an.