"Das ist eine nicht besonders schöne Situation, aber am Wochenende hatten wir einen weit überdurchschnittlichen Anfall an Notfällen. Inzwischen ist das erledigt!"
Die Zahl der Notfälle lasse sich nicht erklären, betonte Strohmaier. "Das waren alle Krankheiten, die Sie sich vorstellen können." Dass sich im Winter die Zahl der Infektionen häufe, sei so üblich. Aber "es stand kein Krankheitsbild im Vordergrund."

Was auf Patienten und Angehörige dramatisch wirken mag, gehört für Strohmaier eher zum Normalbetrieb eines Krankenhauses. "Wir können so etwas nicht steuern." Das Klinikum könne in einem solchen Fall nur reagieren. Deshalb seien auch einige Patienten an andere Krankenhäuser verwiesen worden, wenn dort die entsprechenden Fachabteilungen sind. Eine solche gegenseitige Aushilfe zwischen den Kliniken sei gang und gäbe. Aber: "Alle Dinge, die hier gemacht werden müssen, weil sich die Fachabteilungen hier befinden, wurden hier gemacht", betont Strohmaier.

Trotzdem sei es in der Notaufnahme zu Wartezeiten gekommen. Auch Einzelzimmer konnten nicht vergeben werden, "weil wir baulicherseits keine haben". Die Betten in den Zimmern würden vergeben, "bevor man jemanden auf den Flur legt", sagt Strohmaier. "Wir müssen der Gesamtversorgung Rechnung tragen."
Dass es am Wochenende Probleme im Coburger Klinikum gab, wurde auch in der Integrierten Leitstelle (ILS) der Rettungsdienste in Ebersdorf registriert. Normalerweise sind es die Hausärzte, die die Aufnahme des Patienten ins Klinikum veranlassen. "Wir weisen die Hausärzte beim Anmelden von Transporten darauf hin, dass sie ihre Patienten im Klinikum anmelden müssen", sagt Gerhard Jupe, kommissarischer stellvertretender Leiter der ILS. Der Hausarzt könne auch veranlassen, dass ein anderes Krankenhaus angefahren wird, wenn es für den Patienten geeignet sei. Aber: "Notfälle werden allemal angenommen!" Die Versorgung sei gesichert.