Rund 80 Teilnehmer verzeichnete die Bürgerversammlung in der Schulaula. Grund genug für Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG), dem aus der Versammlung hervorquellenden Wunsch, keine zentrale, sondern wieder eine auf die Ortsteile verteilte Bürgerversammlung abzuhalten, nicht entsprach mit der Begründung, dass dann nur wenige daran teilnähmen.

So ging eine lebhafte, jedoch auch sachliche Versammlung über die Bühne, in der Andreas Oetter einen "Bürgerantrag" vorbrachte - über den allerdings nicht abgestimmt wurde. Oetter möchte, dass die Verkehrsinsel am Ortseingang Coburger Straße/Einmündung Am Steinig vollständig entfernt wird, da sie für Fußgänger gefährlich sei. Wittmann sagte "Nein", da auch für diese Insel Fördergelder geflossen seien und das Straßenbauamt erst mal seine Zustimmung geben müsste. Oetter bemängelte weiterhin die Parksituation auf der Coburger Straße in Höhe des Gasthauses Rose. Der dortige Begegnungsverkehr habe, wie er sagte, in der Vergangenheit wiederholt zu Unfällen und Problemen geführt. Gefordert wurde ein Halteverbot. Auch Rolf Alex sprach dieses Thema an, wobei er auf der Seite der Seite der ehemaligen Firma Pora Ausweichbuchten ins Gespräch brachte. Alex wollte zum Weiteren wissen, was aus den Mängeln beim 4. Bauabschnitt in der Coburger Straße geschehen sei. Wittmann sagte: "Wir sind mit der bauausführenden Firma vor Gericht." Und auf die Anfrage, wie künftig mit der bestehenden Straßenausbaubeitragssatzung in Grub umgegangen werde, antwortete der Bürgermeister: "Ich weiß es nicht, beim Landratsamt erkundigen."

Auf die Frage von Sybille Stedler, ob staatliche Zuschüsse für den Ausbau der Coburger Straße zurückgefordert werden könnten, da seitens der Gemeinde noch nicht abgerechnet worden sei, meinte Geschäftsleiter Michael Heß, es sei alles im grünen Bereich und man habe fünf Jahre lang Zeit. Den Hinweis von Klaus Kempf, das entgiftete Grundstück der Blaufabrik eventuell für ein Seniorenwohnheim oder Ärztehaus zu verwenden, verwarf der Bürgermeister nicht. Dieter Pillmann forderte - mit einer Unterschriftenliste untermalt - die Turnhalle ganzjährig für Vereins- und Sportveranstaltungen zu öffnen und somit Hallenschließungen nicht vorzunehmen. Angesprochen wurden auch Themen wie der Grüber Geschenkgutschein, der Anschluss an die Initiative Rodachtal, die künftige ärztliche Versorgung und der Einsatz eines Geschwindigkeits-Messgerätes.

Eingangs lieferte der Bürgermeister noch einige statistische Zahlen. Grub hat 2942 Einwohner, 17 weniger als im Vorjahr, 20 Geburten und 33 Sterbefälle sind zu verzeichnen, es gibt 94 aktive Feuerwehrleute und 141 Schülerinnen und Schüler. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 766 Euro bei einem Landesdurchschnitt von 667 Euro. Unüberhörbar war der Aufruf Wittmanns: "Parkt richtig, denn es wird immer schlimmer, insbesondere gibt es Probleme bei der winterlichen Straßenräumung." :