Bei der ICE-Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Halle an der Saale ist - im wahrsten Sinne des Wortes - Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Mit dem Durchstich des Tunnels "Höhnberg" ist ein wichtiger Schritt geschafft. Nun sind alle 35 Tunnelbauwerke auf dem 230 Kilometer langen Neubauabschnitt zumindest im "Rohbau" fertig. Das muss natürlich gefeiert werden: Mit einem "Tag der offenen Tür", bei dem die Menschen aus der Region am Freitag, 3. August, von 15 bis 19 Uhr die Gelegenheit haben, einmal das Innenleben eines Tunnels zu besichtigen. Diese Veranstaltung findet gleich neben dem "Höhnberg"-Tunnel, im "Tunnel Füllbach", statt.

Der Veranstaltungsort ist leicht zu erreichen: Auf Höhe der Meschenbacher Kläranlage zweigt von der alten B 4 die Baustraße zu den beiden direkt nebeneinander liegenden Tunnel-Eingängen ab. Dort gibt es auch ausreichend Parkmöglichkeiten.

Der Tunnel "Füllbach" besitzt auf Grund seiner Gesamtlänge von 1113 Meter sogar einen Notausgang. Der Tunnel unterfährt den Höhnberg zwischen Roth am Forst und Meschenbach. In seinem Verlauf unterquert der Tunnel "Füllbach" auch den Tunnel "Höhnberg" Der Abstand zwischen den beiden Röhren beträgt dabei an manchen Stellen nur 16 Meter. Gebaut wird der "Füllbach"-Tunnel, um den Coburger Bahnhof an die ICE-Neubaustrecke anzubinden. Derzeit sehen die Pläne der Deutschen Bahn vor, dass Coburg lediglich in einer "Tagesrandlage" von ICE-Schnellzügen angefahren wird. Das heißt: Nur in den frühen Morgenstunden und am späten Abend.
Mit 22 Tunneln und 29 Talbrücken baut die Bahn den - nach eigener Aussage - "kürzesten und umweltfreundlichsten Weg" von Oberfranken durch den Thüringer Wald. Die Bauarbeiten liegen dabei sehr gut im Zeitplan, sagt Frank Kniestedt, der Pressesprecher bei der Deutschen Bahn: "2017 wird auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke der Betrieb im Personen- und Güterverkehr aufgenommen."