Deshalb appellierte Lorenz noch einmal: "Egal, wie groß die Wehr ist und wie viele Kameraden vor Ort sind - die Feuerwehr muss ihre Ausrüstung beherrschen."

So viel wie im vergangenen Jahr hatten die Feuerwehr laut Lorenz schon lange nicht mehr zu tun. Einige Einsätze seien sogar zu einer extremen psychischen Belastung für die Kameraden geworden. Doch Lorenz war dennoch optimistisch: "Glücklicherweise gibt es nicht jedes Jahr so viele Brände und Ereignisse, zu denen die Feuerwehrmänner ausrücken müssen."

Erfreulich begann die Versammlung für Kommandant Marco Mesch: Erstmals nahm die aktive Wehr vollzählig und in Uniform an der Hauptversammlung im Gasthaus Mesch teil. Die Bilanz 2011: acht Übungen, eine Schulung, keine ernsthaften Einsätze. Erfreulich: Die Feuerwehr nahm zwei Feuerwehranwärter in ihre Reihen auf.
Stellvertretender Bürgermeister Hartmut Eckardt (Freie Wähler) stellte fest, dass sich die Gemeinde Meeder auf ihre elf Wehren verlassen könne: "Sie übernehmen die Pflichtaufgabe des Brandschutzes für die Gemeinde." An die beiden Jubilare Jochen Herzer und Marco Mesch überreichte er eine eine Figur: den Schutzpatron der Feuerwehr, den "Sankt Florian". Dieses Geschenk wurde von der Gemeinde angeschafft und wird heuer zum ersten Mal an Aktive für 25 Jahre Dienst überreichte. "Sie leisten ihren Einsatz mit Leib und Leben für die Öffentlichkeit", lobte der Bürgermeister-Stellvertreter.

Mit dem Übungsbesuch zeigte sich Kreisbrandmeister Manfred Brückner zufrieden. Er ging auf die "Drittel-Lösung" - ein Drittel Gemeinde, ein Drittel Feuerwehr, ein Drittel staatlicher Zuschuss - bei Anschaffungen für Feuerwehren ein: "Das ist eine gute Sache und hat sich bisher bei den Wehren in Meeder gut bewährt." Zum Ende der Versammlung wurde der Umbau des Schlachthauses diskutiert. Geplant ist der Einbau eines Schulungsraumes und Toilettenanlagen. Ebenfalls solle die Zufahrt durch die Gemeinde erneuert werden. kagü