Als ausgewiesenes Weinbaugebiet hat sich Coburg nicht unbedingt einen Namen gemacht. Umso erstaunlicher war es, dass der Kreisfachberater für Garten- und Landschaftspflege, Thomas Neder, bei der "Weinlese" 2016 zahlreichen Besuchern des Obstlehrgartens 15 Rebsorten präsentieren konnte, die neben dem Landratsamt angebaut wurden.

Thomas Neder bezeichnete das Coburger Land als "weinbauliche Randlage", in dem Trauben eigentlich recht gut gedeihen könnten, sofern der Spätfrost ihnen nicht zusetze.
Und hier liegt das Problem, das Neder auch auf den Klimawandel zurückführt. "Durch Frost im April sind dieses Jahr etwa 50 Prozent der Triebe erfroren", ließ der Fachberater wissen.

Die Gäste der Weinlese lud er ein, Sorten wie Arkadia, Suzi, Isabella blau, Sabajone, Romulus, Excelsior, Katharina, Fiorito, Glenova, Ontario, Bianca und Tonja zu verkosten.

Ganz umsonst gab es die Köstlichkeiten allerdings nicht. Die zahlreichen Gäste der Weinlese bat Neder, die einzelnen Sorten, zu denen er ausführliche Erklärungen gab, nach dem eigenen Empfinden zu bewerten. Gern kamen die Besucher der Bitte nach und hielten ihre Eindrücke für die Nachwelt fest.