2000 Kugeln aus Lauscha und die Lichterkette, extra produziert für das englische Stromnetz in Cortendorf durch die Firma Hellum, die fehlten noch am Weihnachtsbaum für Queen Elizabeth vor Schloss Windsor. Am Donnerstag aber wurde die schlank gewachsene Christbaum aus dem Callenberger Forst von vielen fleißigen Händen prächtig geschmückt.


Mehrere Paletten der mundgeblasenen Christbaumkugeln von der Berufsfachschule Glas in Lauscha in einem Wert von 10 000 Euro waren mit Sondertransport nach Great Britain gebracht worden.
Nachdem der Aufsehen erregende Transport der Coburger Nordmann-Tanne aus dem Callenberger Forst quer durch Europa ohne Zwischenfälle vonstatten gegangen und das Aufstellen am Mittwoch Vormittag von gehörigem Medieninteresse begleitet war (wir berichteten), gab es allerorten Ausrufe des Entzückens: "Amazing!", "What a wonderful tree", "From Germany? Oh!"


Organisiert hatte die bisher sehr gelungene PR-Aktion für das Coburger Land ein Team um Mick Böhm vom Coburger Stadtmarketing, finanziert wurde sie durch eine Reihe von Sponsoren.
Beim sogenannten Inlighting am Samstag, also dem "Anknipsen der Lichter", wollen Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber und die Sonneberger Landrätin Christine Zitzmann dabei sein, allerdings keine Vertreter der royalen Familie.


Wer findet die Weihnachtsgurke?

Der Baum wird bis Anfang Januar vor dem Schloss stehen. Ursprünglich war geplant, das Geschenk aus Coburg mitten in der englischen Hauptstadt am Buckingham Palast zu platzieren. Doch die Queen bevorzugte das etwas außerhalb gelegene Schloss Windsor - dort verbringt die königliche Familie traditionell die Weihnachtsfeiertage. Der Baum wird dann somit ganz in der Nähe von Elizabeth, Charles & Co. sein.
Und auch das noch: Außer den Kugeln wird auch eine Weihnachtsgurke - gespendet vom "British Corner" in Coburg - am Baum hängen. Wer sie findet, erhält eine Überraschung - ganz so, wie es der Weihnachtsbrauch will. ct