"Kleinere Orte zeigen bei Bürgerversammlungen größere Resonanz", stellte Bürgermeister Bernd Höfer (CSU) bei der Bürgerversammlung für Neida im "Gasthaus Renner" fest. Der Raum was fast voll besetzt.
Die Ankündigung des Bürgermeisters, dass im Juni dieses Jahres noch das Planfeststellungsverfahren zum Bau der Raststätte in Drossenhausen eingeleitet werden soll, veranlasste Bernd Leopold zu einer Bitte an den Bürgermeister: "Heimische Selbstvermarkter sollten ihre Produkte einbringen." Dazu sagte Höfer: "Ich werde mich dafür einsetzen."

Henry Heß hatte ein großes Anliegen. Nachdem Höfer den Ausbau der Ortsverbindungsstraße von Neida nach Birkenmoor bereits für 2016 ankündigt hatte, befürchtete Heß eine zunehmende Raserei: "Jetzt wird schon am Ortsende auf die Tube gedrückt." Er bat um Maßnahmen zur Geschwindigkeitsbeschränkung. "Diese Anregung nehme ich mit", sagte Höfer. Auch die Verkehrspolizei soll informiert werden.


Brücke in schlechtem Zustand

Für Bernd Taubmann, einen Landwirt, ist die Brücke über die Sulz in einem schlechten Zustand. Der Bürgermeister signalisierte, dass ihm das Problem bekannt sei. 55 000 Euro an Sanierungskosten fielen an, sagte er. Sofern es der Haushalt 2016 zulasse, soll die Brücke saniert werden.

Benjamin Wolf fragte, was mit den Leerständen in der Gemeinde geschehen solle. Höfer sagte darauf: "Wir haben nicht viel, in Meeder nur drei Häuser. Ein Problem kann ich in unserer Gemeinde nicht erkennen."
Carola Reißenweber wollte wissen, wie der Stand des Baues der Staatsstraße 2205 aussieht. Dazu Höfer: "Für die Entwicklung der Gemeinde ist die 2205 enorm wichtig." Nachdem Klagen in Bayreuth abgewiesen worden seien, aber noch ein Verfahren beim Verwaltungsgerichtshof München anstehe, sollte endlich eine Entscheidung kommen, meinte er und fügte hinzu: "Ich nehme an, dass sie bald kommt." Ein Anschluss an die A 73 wäre eine erneute Zeitverzögerung.


Verkehrslandeplatz und Stromtrasse - das eine schließt das andere aus

Ansonsten meinte Höfer, dass es in Sachen Verkehrslandeplatz, der insbesondere den Bürgern von Neida auf den Nägeln brenne, derzeit keine Neuigkeiten gebe. Allerdings spielten hier auch die geplanten Stromleitungen P 44 und P 44 mod., die auch über das Gemeindegebiet führen könnten, eine Rolle. "Ich glaube, dass wir nicht verschont werden, jedoch schließt ein Vorhaben das andere aus", sagte Höfer und ließ durchblicken, dass er neue Konfliktsituationen nicht ausschließt.

Auch das Verfahren über die Aufstellung eines Landschaftsplanes sei wegen des Verkehrslandeplatzes ausgesetzt. Somit sei den Landwirten derzeit der Wind aus den Segeln genommen, da sie Beeinträchtigungen befürchteten.

Höfer verwies in seinem Statement auch auf den Breitbandausbau, der für 812 000 Euro bis März nächsten Jahres abgeschlossen sein wird.

Die Sanierung des Schafhauses, an der die Gemeinde mit 35 000 Euro beteiligt war, ist abgeschlossen. Derzeit ist es mit Schafen und Ziegen belegt. In Beuerfeld gibt es sechs und in Meeder werden 13 Bauplätze ausgewiesen.

Ein Neubau der Kläranlage für fünf Millionen Euro steht in Kösfeld in den nächsten Jahren an. Ungeklärt ist noch die Ableitung des geklärten Wassers. Die Einleitung in die Sulz und somit in den Goldbergsee ist untersagt und eine Druckleitung in die Lauter scheitert noch an den betroffenen Grundstückseigentümern.
Es laufen derzeit Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt. "Eine Lösung wäre auch, dass wir einen sehr hohen Reinigungsgrad erreichen", sagte Bürgermeister Höfer.