Das Gebäude, errichtet von der Wohnungsbaugesellschaft "Bayern Immobilien Treuhand", wurde nach dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten benannt. In Goppels Amtszeit fiel die Aufstufung des Polytechnikums Coburg zur Fachhochschule (heute Hochschule für angewandte Wissenschaft). Die Bundeswahlkreis-Geschäftsstelle der CSU-Kreisverbände Coburg und Kronach sowie 50 Studentenapartments wurden darin untergebracht.

Doch inzwischen gebe es Überlegungen in der CSU, neue Räume zu suchen, bestätigt Hans Michelbach, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Bundeswahlkreiskonferenz Coburg-Kronach. Gedacht sei an kleinere und ebenerdige Räume, sagt Michelbach. Denn auch, wenn die CSU-Geschäftsstelle per Aufzug zu erreichen ist, so kommt doch kaum ein Besucher spontan vorbei.

"Wir haben noch nicht entschieden", betont der Abgeordnete. Unter Zeitdruck stehe die Coburg-Kronacher CSU nicht, da sie ein Nießbrauchsrecht auf die Räume hat.

Verwaltet wird das Gebäude von der Zembsch Grundbesitz KG in Erlangen, der Rechtsnachfolgerin einer "Karosseriebau Gera GmbH". Geschäftsführer Günther Zembsch war zur Zeit des Baus Geschäftsführer der "Bayern Immobilien Treuhand".

Wie Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) bestätigt, gab es vor einigen Monaten Gespräche mit Zembsch darüber, das Alfons-Goppel-Haus als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Doch es sei bei diesen Gesprächen geblieben; im Moment sei das Thema vom Tisch, sagt Nowak. sb