Nach dem Motto "Bibliotheken fördern Lesen - wir fördern Bibliotheken" wurde die Gemeindebücherei jetzt von der bayernweiten Aktion für ihr Engagement und ihr umfangreiches Angebot mit Ziel der Leseförderung ausgezeichnet.

Einen 1000-Euro-Scheck und eine Urkunde überreichte jetzt Christian Ziegler, Kommunalbetreuer von Bayernwerk, der Bücherei-Leiterin Bianka Mnich. Mit ihr freute sich Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) zudem noch über einen Sitzsack für die Leseecke, Buchaufkleber, Tragetaschen, Lesezeichen und einige Plüsch-Lese-Luchse.


Das Geld ermöglicht Neuerwerbungen

"Jetzt gibt es endlich neue, aktuelle Sach- und Tierbücher für die Kids", war der erste Gedanke der Leiterin. Außerdem wolle sie von einem Teil des Geldes Spiele kaufen, die es in der Bücherei, die sie seit 2014 führt, noch nicht gebe. Die Nachfrage bei der gemeindlichen Einrichtung sei enorm hoch, stellte sie zufrieden fest. Bei rund 6000 bis 7000 Büchern, die in den Regalen stehen, verzeichne sie etwa 700 bis 1000 Verleihungen im Monat. Interessenten seien, erzählte Bianka Mnich, zu zwei Drittel Kinder und Jugendliche und zu einem Drittel Erwachsene. Während sich die Erwachsenen überwiegend für Krimis interessierten, fahre der Nachwuchs meist auf Buch-Comics, Fantasy- oder Tiergeschichten und Fernsehserien ab.

Vielen seien außerdem die themenbezogenen Ausstellungen und Bastelstunden bereits bekannt, so am Fasching, Ostern oder Weihnachten. Und demnächst will Bianka Mnich wieder mit dem Bilderbuchkino aufwarten. Dabei präsentiere sie in einer Art Dia-Schau verschiedene Geschichten, hauptsächlich für Vier- bis Sechsjährige. Genaue Termine würden noch bekannt gegeben.

Bürgermeister Rolf Rosenbauer war nicht nur über die Auszeichnung sehr erfreut, sondern konnte sich auch darüber begeistern, "wie gut unsere Bücherei angenommen wird". Gerade beim Lesen, meinte er, könne man anders als bei Filmen und Videos die Fantasie viel mehr spielen lassen.

Mit dem "Lesezeichen" des Bayernwerks wurden seit 2007 bereits 450 öffentliche Büchereien bayernweit unterstützt. 2016 folgen weitere 50. Die Auswahl der Gewinner erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Sankt Michaelsbund und der Bayerischen Staatsbibliothek.