Der Rechenschaftsbericht 2014 zeige "momentan ein gutes Fundament, auf das aufgebaut werden kann". So bezeichnete Geschäftsführer Rolf Reisenweber das Zahlenwerk, das er bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag im Rathaus erläuterte. So wurde der Verwaltungshaushalt mit gut 7,2 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit rund 5,2 Millionen Euro abgeschlossen.

Die Gewerbesteuer-Einnahmen haben auch 2014 mit 2 111 000 Euro die Erwartungen übertroffen. Gegenüber dem Ansatz konnte somit eine Mehreinnahme von über 800 000 Euro verbucht werden. Auch beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer sei eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Mit knapp zwei Millionen Euro sei der Anschlag um rund 145 000 Euro übertroffen worden, stellte Reisenweber fest.


Verschuldung sinkt

Anhand der Einnahmesituation konnte die Verschuldung der Gemeinde auf 1,3 Millionen Euro zurückgefahren werden. Der Stand der Rücklagen sei im Gegenzug angestiegen. Dieser müsse jedoch im Jahr 2015 zur Finanzierung diverser Maßnahmen deutlich abgeschmolzen werden.

Der Ausblick auf die kommenden Haushaltsjahre gestaltet sich laut Reisenweber wegen des beachtlichen Fundaments aus dem Jahr 2014 sehr positiv. Geplante Großinvestitionen könnten somit wie vorgesehen weiter geplant und umgesetzt werden. Dazu gehören die Sanierung der Wasserversorgung und Entwässerung, die Maßnahmen im Rahmen der einfachen Dorferneuerung sowie die Neuanbindung des Gewerbegebiets Nord.
Die Untersiemauer Jugend hat ein neues Zuhause. Wie Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) berichtete, wurden von der Gemeinde im Verwaltungsgebäude der ehemaligen Wagner-Immobilie drei Räume als Treffpunkt angemietet. Rosenbauer vom Eifer und Engagement der Jugendlichen begeistert, die die Räumlichkeiten für ihre Bedürfnisse renoviert und möbliert hätten. Von einer örtlichen Elektrofirma wurde die Installation den Räumen angepasst. Momentan müssten allerdings noch passende Wasseranschlüsse sowie die Heizung eingebaut werden.


Anstieg der Steuer von 25 auf 30 Euro pro Jahr und Hund

Hunde zu halten wird in Untersiemau teurer. Die Steuersatzung aus dem Jahr 2006 wurde jetzt überarbeitet und entsprechend angepasst. Das Gremium beschloss, die Steuer pro Hund und Jahr von 25 auf 35 Euro zu erhöhen. Für Kampfhunde bleibt der Satz bei 615 Euro. Im Gegenzug finanziert die Gemeinde weiterhin die Hundetoiletten an neuralgischen Stellen.

Der gemeindliche Bauhof erhält als Sicherheitsausstattung ein Alu-Leichtverbausystem für Tiefbauarbeiten zum Preis von knapp 6000 Euro. Dieses eigne sich besonders an Stellen mit unterirdischen Leitungen. Nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaft ist das Arbeiten in engen Baugruben ab einer Tiefe von 1,25 Metern durch entsprechendes Abstützen der Seitenwände vor Einsturz zu sichern.


Restliche Arbeiten auf dem Friedhof Scherneck

Dem Vorschlag des Ausschusses für Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU) folgten die Räte, und beschlossen, den Laubengang aus Thujen auf dem Schernecker Friedhof zu erhalten. Voraussetzung sei die Zustimmung des Kirchenrats. Die Pflasterarbeiten sollen bis zu den "StillenTagen" abgeschlossen sein, kündigte der Bürgermeister an. Ebenfalls beschloss das Gremium auf Empfehlung des IBU die Verkehrsführung im Bereich Weidenmühle/Hirtengasse in Scherneck. Dies solle jedoch mit der Besitzerin noch schriftlich festgelegt werden.