Die Arbeiten an der Rückertschule schreiten sichtbar voran. Die Mitglieder des Kultur- und Schulsenats besichtigten gestern Nachmittag schon einmal die neugestalteten Außenanlagen. Bisher flossen über 700 000 Euro in das Freigelände. Rund 70 Prozent konnten neu angelegt, gestaltet und mit Geräten ausgestattet werden.


Anstoß liegt zehn Jahre zurück


Architekt Thorsten Huld, der stellvertretende Leiter des Hochbauamts, stellte den Senatsmitgliedern bei einem Rundgang die bereits erledigten Arbeiten vor. Er erinnerte an das Jahr 2005, als sich der damalige Schulleiter für eine Ganztagsklasse eingesetzt habe: "Dies war der Anstoß für die Baumaßnahmen der Folgejahre."
Leider sei der Förderbescheid negativ ausgefallen. Das heißt, dass die Regierung von Oberfranken keine Zuschüsse gewährt. 2010 erfolgte Huld zufolge der Neubau des Gebäudes E, eines zweigeschossigen Klassentrakts.

Die Neugestaltung der Außenanlage habe im September des vergangenen Jahres während des laufenden Schulbetriebs begonnen und sei mittlerweile fast fertiggestellt.

Im zweiten Bauabschnitt sollen noch der Pausenhof und der Stellplatz neu gestaltet werden. "Insgesamt wird eine Fläche von 7200 Quadratmetern bearbeitet, der erste Teil umfasst 5000 Quadratmeter."


Sandsteine als Schulbänke


Neben den versiegelten Bereichen gibt es Thorsten Huld zufolge auch Grünflächen, auf denen künftig ein Unterricht im so genannten "Grünen Klassenzimmer" möglich ist. "Es waren unversiegelte Flächen gewünscht, um im Freien zu unterrichten." Die Ideen der Schulen seien in die Planungen und die Gestaltungen eingeflossen. Als "Schulbänke" unter freiem Himmel dienten Sandsteine. Apropos Sandsteine: "Es handelt sich im Abbruchmaterial, das wieder verwendet wurde."

Neu ist ein Spielplatz mit einem Seilnetzparcours und als besondere Attraktion ein Multifunktionssportfeld mit einer Größe von 262 Quadratmetern.

Nach einem Beschluss des Bau- und Umweltsenats aus dem Jahr 2011 waren auch Geh-und Radwege als Verbindung zur Kanalstraße geplant. Diese mussten laut Huld zwar vorerst zurückgestellt werden, sind aber nicht gestrichen. Das Areal sei so gestaltet, dass die Wege jederzeit noch nachträglich angelegt werden können. In die weitere Sanierung wird auch die "Schricker-Villa" einbezogen.


Verwaltung zieht um


Nach der Fertigstellung sollen in dem derzeit noch maroden Gebäude das Lehrerzimmer und das Sekretariat untergebracht werden.