Das mit Kugeln aus Lauscha geschmückte Prachtstück wurde öffentlichkeitswirksam vor Schloss Windsor aufgestellt. Diese Aktion, mit der Coburg bundesweit in die Schlagzeilen kam, hat natürlich Lust auf mehr gemacht und sollte deshalb auch wiederholt werden.


Es gäbe allerdings noch andere potenzielle Baum-Empfänger als die Queen, wie wir finden.
Hier zehn Vorschläge.


Papst Franziskus


Ein Coburger Weihnachtsbaum vor dem Petersdom in Rom - das garantiert maximale Medienpräsenz, wenn Papst Franziskus am ersten Weihnachtsfeiertag den Segen Urbi et Orbi spendet - vor geschätzt einer Milliarde Fernsehzuschauern. Dass Coburg überwiegend protestantisch ist, kann ja bei der Übergabe des Geschenks dezent verschwiegen werden.


Donald Trump

Das Weiße Haus in Washington wäre doch die internationale Adresse für den einen Weihnachtsbaum aus Coburg. Und wer weiß: Vielleicht wirkt ein solch besinnliches Geschenk ja auch ein wenig besänftigend auf den als unberechenbar geltenden Donald Trump, der ab Januar 2017 als neuer US-Präsident der mächtigste Mann der Welt sein wird.


Angelique Kerber

Wenn diese Variante kommt, steht die Schlagzeile im Tageblatt bereits fest: "Advantage, Coburg!" Angelique Kerber hat es 2016 auf den weltweiten Tennis-Thron geschafft und dafür zig Pokale und Prämien bekommen. Mit welchen Geschenken kann sie eigentlich noch überrascht werden, sollte sie 2017 diesen Erfolg wiederholen? Klar, etwas "Unbezahlbares" muss her. Ein Baum aus Coburg.



Dalai Lama


Ein Coburger Weihnachtsbaum auf dem "Dach der Welt"? Wird wohl ein Traum bleiben. Zumindest schon mal in der Nähe des Himalayas wäre der Baum, wenn ihn der Dalai Lama bekommen würde. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter wohnt im nordindischen Exil. Problem freilich: Weihnachten spielt im Buddhismus gar keine Rolle. Gefeiert wird stattdessen - mit dem Vesakh-Fest im Frühjahr - die Geburt Buddhas.


Helene Fischer

Viele finden den Coburger Weihnachtsbaum in London "atemberaubend schön". Was liegt also näher, 2017 diejenige Frau zu beschenken, die untrennbar mit "Atemlos" verbunden ist? Geklärt werden muss aber, wo Helene den Baum überhaupt aufstellen kann, denn sie ist ja ständig unterwegs. Denkbar wäre ein mobiler Baum, der dann im Dezember in allen TV-Shows zu sehen ist, in denen auch Helene auftritt.


Königin Silvia

Zur schwedischen Königsfamilie pflegt das Coburger Herzogshaus sehr enge und herzliche Kontakte - was man vom britischen Königshaus ja nicht behaupten kann. Einen Weihnachtsbaum aus Coburg würden Silvia und Carl Gustaf deshalb - anders als die Queen - bestimmt persönlich entgegen nehmen. Andererseits: Schweden besteht zu knapp 70 Prozent aus Wald. Wenn wir dort einen Baum hinfahren, können wir nächstes Jahr auch Eulen nach Athen tragen.



Joachim Löw

Der Bundestrainer hat 2018 ein großes Ziel: Er will mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland den Titel verteidigen. Ein Coburger Weihnachtsbaum 2017 wäre da doch eine wunderbare Motivation. Zur Dekoration gehören dann außer schönen Kugeln natürlich auch Sterne - wir würden vorschlagen: fünf Sterne.


Frank Walter Steinmeier

Der designierte Bundespräsident könnte den Coburger Weihnachtsbaum vor seinem Amtssitz, dem Schloss Bellevue in Berlin, aufstellen. Wenn das nicht mal "die erste Adresse" in unserem Staate ist. Der Baum wäre zugleich ein schöner Wink mit dem Zaunpfahl: Frank-Walter Steinmeier könnte doch - wie sein Vorgänger Joachim Gauck - auch mal nach Coburg kommen und Weihnachten feiern.


Angela Merkel

So oder so: Angela Merkel hätte 2017 einen Weihnachtsbaum verdient. Entweder als Trostpflaster dafür, dass sie wenige Monate zuvor abgewählt wurde - oder aber als Belohnung, dass sie mittlerweile in ihre vierte Amtszeit gestartet ist. CSU-Chef Horst Seehofer soll allerdings schon gefordert haben, dass es bei den Kugeln eine klare Obergrenze gibt.


Rüdiger Grube

Was für eine schöne Bescherung: Im Dezember 2017 hält endlich der ICE am Coburger Bahnhof! Da würde es doch gut passen, dass vor der Zentrale der Deutschen Bahn ein Weihnachtsgruß aus der Vestestadt leuchtet. Bahn-Chef Rüdiger Grube dürfte das freilich auch als Zeichen verstehen. Vielleicht geht ihm ja noch ein Licht auf und er gewährt Coburg mittelfristig noch ein paar mehr ICE-Halte.