"Wir versuchen damit, das Umweltbewusstsein unserer Schüler zu stärken", erklärt Schulleiter Anton Staudigl. Die Initiative, sich als Schule mit dem Umweltschutz zu beschäftigen, kam von der Umweltbeauftragten Ilona Heimann. Ende Juli wurde dann bekannt gegeben, dass die Regiomontanus-Schule zur Umweltschule gekürt werden sollte.

Heute ist es so weit, und Ilona Heimann, Anton Staudigl und die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Reichert werden geehrt.Die Umweltschule in Europa - Internationale Agenda-21-Schule ist eine Auszeichnung, um die sich bayerische Schulen bewerben können. Sie müssen dazu zwei Projekte zum Thema "Umwelt und Nachhaltigkeit" bearbeiten, dokumentieren und einer Fachjury aus Vertretern des Umweltministeriums, des Kultusministeriums, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen und des Landesbundes für Vogelschutz vorlegen.
Die ausgezeichneten Schulen erhalten aus der Hand der Bayerischen Umweltministerin eine Fahne und eine Urkunde, mit denen sie ihr besonderes Engagement nach außen hin präsentieren können. Die Auszeichnung gilt für ein Jahr.

Viele Schulen sind schon seit über zehn Jahren dabei und nutzen die Auszeichnung als Impuls für die Schulentwicklung. Weltweit beteiligen sich mehr als 43 000 Schulen an diesem Projekt. 275 bayerische Schulen werden in diesem Jahr die Auszeichnung entgegennehmen. In Bayern koordiniert der Landesbund für Vogelschutz diese Auszeichnung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.


Verschiedenste Handy-Rohstoffe

Die Regiomontanus-Schule ist sowohl Fachoberschule als auch Berufliche Oberschule. Die Fachoberschule startete, ausgehend von einer Seminararbeit, das Projekt "Rohstoff im Handy". Es wurden mehrere Klassen eingebunden und es wurde recherchiert, welche Rohstoffe für ein Handy benötigt werden und unter welchen Umständen diese Rohstoffe gewonnen werden. Dabei wird auch gezeigt, wie das Recycling funktioniert und wie es aussieht, wenn Elektroschrott in Dritte-Welt-Ländern billig abgelagert wird.

Im Laufe des Projekts wurde ein Handy-Koffer zusammengestellt, mit dem erarbeitet werden kann, welche Rohstoffe wie gewonnen und zu welchen Teilen verarbeitet werden. "Die Nachfrage ist groß, und in den meisten Vertretungsstunden werden wir nach dem Handy-Koffer gefragt", erklärt Ilona Heinmann.


Plastik in fast allen Produkten

Zusammen mit der Berufsoberschule wurde das schulübergreifende Projekt "Plastik" durchgeführt, bei dem man sich intensiv mit allen Aspekten von Plastik auseinander gesetzt hat. Aktiv beteiligten sich mehrere Klassen. Eine davon tat dies mit einer Plakatwand zu allen Nutzungsbereichen der Materialie in unserem täglichen Umfeld sowie mit den Problemen, die dadurch entstehen, und zum Recycling von Plastik. Andere schauten einen Film über das Thema oder diskutierten, wie man die Nutzung von Plastik reduzieren könnte. Eine weitere Klasse sammelte für eine Woche ihren eigenen Plastikmüll von zu Hause, um zu demonstrieren, wie viel in Wirklichkeit verbraucht wird.
Das Projekt endete mit einem Vortrag für alle elften Klassen von dem Greenpeace-Mitglied Wolfgang Weiß.

Dieses Schuljahr sollen weitere Projekte unter dem Motto "Fair Trade" stattfinden.