Neugierig auf den Girl´s Day und das Arbeiten als Eintagesreporterinnen kamen wir in der Redaktion des Coburger Tageblatts an. Die Stadtredakteurin Christiane Lehmann diskutierte mit uns verschiedene Möglichkeiten, den Tag als Zeitungsfrauen zu gestalten. Wir entschieden uns für das Thema "Mädchenspaziergang durch Coburg".
Dabei sollten wir Mädchen und Frauen zu dem Thema "typisch Mädchen" interviewen und dazu Bilder machen. Alles, was uns in Coburg in den Blick fällt und an Mädchen erinnert, sollten wir mit der Kamera einfangen.
Unsere erste Anlaufstelle war der Hofgarten. Dort trafen wir auf einige Erzieherinnen mit Kindern aus dem Kindergarten Marienschule. Schon die kleinsten meinten, dass typische Mädchen auf jeden Fall glitzernde Kleidung, Schmuck und Nagellack haben müssten, und es dürfte bei keinem Ausflug der Rock fehlen!
Kurz darauf erzählte eine 26-jährige Frau, die beim Grünflächenamt tätig ist, dass sie selbst weder schon einmal bevorzugt wurde noch Nachteile darin sieht, eine Frau zu sein. Auch findet sie, dass die heutige Gesellschaft viel zu sehr übertreibe um den Mädchen Männerberufe nahe zu bringen.
Nach dem Gespräch ging es weiter Richtung Gymnasien. Dort berichtete Emilia im Alter von 14 Jahren, dass sie oft unterschätzt werde, da sie ein Mädchen ist. "Ich würde sehr gerne Basketball spielen, aber viele sagen, ich wäre zu klein dafür", brachte sie als Beispiel.
Als nächstes steuerten wir das beliebte Modegeschäft H&M an, um zu sehen, was momentan bei Mädchen angesagt ist und kleideten uns im "Partnerlook" ein.
Nun gingen wir in den Coburger Kaufhof und begegneten den Freundinnen Lara, Luisa und Steffi. Bei der Frage, ob sie lieber ein Junge sein würden, verneinten diese alle außer Luisa, denn sie würde gerne mal für einen Tag tauschen. Aber die Freundinnen waren sich in einem Punkt einig: Sie wollen alle jeweils zwei Kinder haben, aber stellen sich dies trotzdem recht anspruchsvoll vor.
Bei der Frage nach der Benachteiligung mussten wir an uns selbst denken. Sarah-Sophie machte die Erfahrung in gewissen Dingen benachteiligt zu werden, beispielsweise als sie mit dem Kung Fu begann, musste sie zunächst Kritik einstecken aber mittlerweile werde ihr Hobby akzeptiert. Julia besucht eine Mädchenschule und hat dadurch viele unterschiedliche Eindrücke von Mädchen. Zum Beispiel gibt es in ihrer Klasse Mädchen mit den unterschiedlichsten Hobbies und sie werden trotzdem anerkannt.
Wir selbst haben uns auch zu diesem Thema Gedanken gemacht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es kein "typisches Mädchen" gibt. Wir finden: "Jedes Mädchen ist einzigartig und auf seine Weise besonders. "