Ramona Scholz, Cheftrainerin der Tanzsportgarde Coburger Mohr, klingt heiser, aber sehr glücklich, als sie das Tageblatt am Sonntagabend am Telefon erreicht: Mit drei Garden ist der Coburger Mohr bei den Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport am Wochenende in Köln angetreten und die Bilanz kann sich sehen lassen: Die Jugendgarde ist Deutscher Meister, die Juniorengarde Vize-Meister. Die Königsgarde, die als erste tanzen musste, platzierte sich auf dem 5. Platz und verbesserte damit ihr Ergebnis der letzten "Deutschen" um zwei Plätze.

"Seit zehn Jahren sind wir jetzt erstmals wieder Deutscher Meister mit den Kindern", freute sich Ramona Scholz. "Das ist einfach toll!" Mit 454 Punkten setzten sich die sechs- bis zehnjährigen Tänzerinnen gegen den Erzrivalen Buchnesia Nürnberg (450 Punkte) durch. Bei den Juniorengarden lautete das Ergebnis andersherum: Coburger Mohr (461) hinter Buchnesia Nürnberg (469).

Gefeiert wurde natürlich am Samstag auch schon - aber nur ein wenig. Am Sonntag hieß es für die Coburger: früh aufstehen, denn die Königsgarde musste noch antreten. "Und jetzt haben wir noch eine lange Heimfahrt vor uns", so Scholz.

Riesige Freude auch bei den Effect's 2012 Coburg: "Unser Verein hat es geschafft, mit allen fünf angetretenen Gruppen in die Top Ten in Deutschland zu kommen. Damit ist unser Saisonziel mehr als erreicht", freute sich Pressesprecherin Silvia Ebert. Im Schautanz überzeugte die Jugend mit ihrer Choreografie "Ene mene Miste, es rappelt in der Kiste" und landete auf dem 3. Platz. Die Junioren schafften es mit "Einer muss es ja machen" auf den 8. Platz. Dass der 4. Platz nur drei Punkte entfernt sei, spreche für die hohe Leistungsdichte im Teilnehmerfeld. Die Ü15-Tänzerinnen mit "Der Ball des dunklen Fürsten" waren erst ganz am Schluss an der Reihe und wurden Achte.

Jugendtanzmariechen Sophia Meißner schaffte es als Vierte unter die besten fünf der Republik: Sie habe sich in dieser Session zur Aufsteigerin des Jahres entwickelt und für die Effect's einen "grandiosen Erfolg" verbucht, freute sich Ebert.

Die Juniorengarde, die zum ersten Mal überhaupt auf einer Deutschen Meisterschaft dabei war, platzierte sich auf Anhieb mit dem 10. Platz unter den "Top Ten" der Garden.