Polizei und viele Feuerwehren waren in der Nacht zum Freitag im Dauereinsatz: Schuld daran war Sturmtief "Thomas". Durch den starken Wind wurden in der Stadt und im Landkreis Coburg 13 Bäume umgeknickt.


Auf B303 ging gar nichts mehr

Auf der Bundesstraße 303 zwischen Dietersdorf und Oberelldorf ging zwischenzeitlich gar nichts mehr. Dort lag ein Baum quer über der Fahrbahn. Dieser wurde von der Straßenmeisterei entfernt. Im Coburger Stadtteil Ketschendorf fiel ein größerer Ast auf ein Fahrzeug und verursachte einen Schaden im vierstelligen Bereich. Die Streifen der Polizeiinspektion waren die ganze Nacht über damit beschäftigt, auch andere Gegenstände von den Straßen zu räumen, wie etwa einen Bauzaun oder Werbeplakate, die den Straßenverkehr behinderten.

Der aufsehenerregendste Einsatz fand gegen 1.50 Uhr bei einem Discountermarkt in der Bamberger Straße statt. Dort löste sich ein vier mal vier Meter großes Stück eines Wellblechdaches und musste von der Feuerwehr gesichert werden. Aus Sicherheitsgründen wurde das gelöste Wellblech komplett abmontiert. Der Schaden beträgt mehrere tausend Euro.

Erfreut bilanziert die Polizei, dass es keinerlei Personenschäden zu beklagen gab.

Zentrale Anlaufstelle in der Nacht auf Freitag war die Integrierte Leitstelle (ILS) in Ebersdorf. Dort laufen alle nicht-polizeilichen Notrufe aus den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels auf.


Trampolin flog davon

Peter Kunzelmann, Leiter der ILS, zieht Bilanz der Sturmnacht: "Wir hatten in allen drei Landkreisen insgesamt 35 Bäume über der Fahrbahn und fünf sonstige Wind-Ereignisse." Unter die "Sonstigen" fielen etwa die Sicherung eines Gerüsts auf einer Baustelle sowie die Suche nach einem vom Wind davon getragenen Trampolin.
Den größten Teil der Einsätze registrierte die ILS aus dem Landkreis Kronach mit dem Frankenwald: Alleine dort knickten insgesamt 17 Bäume um und behinderten den Verkehr. Im Landkreis Lichtenfels gab es dagegen nur fünf Bäume, die unter der Last des Sturmes brachen.