CEB plant Bau einer Photovolltaikanlage


Bislang war vorgesehen, den gerodeten Wald dort nach Abschluss der Deponiearbeiten wieder aufzuforsten. So sei es auch vertraglich mit dem Freistaat Bayern geregelt, wie SPD-Stadtrat Andreas Gehring in der Sitzung des Bau- und Umweltsenats zu bedenken gab. Der Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB) beantragte nun, die Fläche stattdessen mit Magerwiesenmischung zu besäen, um eine Photovoltaikanlage realisieren zu können.
Über die Lage einer möglichen Anlage hat man sich bei den Stadtwerken bereits Gedanken gemacht. Der größte Teil der ehemaligen Deponiefläche gehört dem CEB, ein kleinerer Teil am westlichen Ende gehört aber der Stadt. "Die Anlage soll eher im westlichen Bereich gebaut werden", sagte Stefan Schneidawind, Hauptabteilungsleiter Fernwärme-Kraftwerke bei der SÜC. Dort seien bereits Leitungen verlegt, die eine Einspeisung ermöglichen. Außerdem soll der Bau in zwei Abschnitten erfolgen. Zwischen den beiden angedachten Flächen befindet sich derzeit noch ein Waldstreifen, der abgeholzt werden sollte, um eine möglichst optimale Sonneneinstrahlung zu garantieren. Die Anlage soll eine Leistung von mindestens zwei, besser zweieinhalb Megawatt haben, sagte Schneiderwind auf Nachfrage von Wolfgang Weiß (Grüne).


Großes Fragezeichen hinter diesem Vorhaben



Vorerst sind die Pläne noch alles andere als sicher. Bürgermeister Hans-Heinrich Ulmann sagte daher am Mittwoch im Bau- und Umweltsenat auch klar, worum es sich zunächst dreht: "Es geht heute darum: Wird die Kugel angestoßen und beginnt sie zu rollen?"
Stadtrat Gehring äußerte erneut Bedenken, ob dies überhaupt mit dem Freistaat zu vereinbaren sei. Außerdem seien die Kosten und deren Verteilung völlig unklar. Auch müsse man unbedingt zunächst mit den Bürgern in Rögen sprechen.
Schließlich beschloss der Senat, einen Vorhaben- und Erschließungsplan für die ehemalige Bauschuttdeponie im Gebiet "Motschental" östlich der Brandensteinsebene aufzustellen. Ebenfalls wurde ein Verfahren zur 13. Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Bereich beschlossen. Ziel des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans und der Erstellung eines Vorhaben- und Erschließungsplanes ist es, ein Planungsrecht für die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage zu schaffen. Die Kugel wurde damit schon einmal angestoßen - mal sehen, wie weit sie rollt.


CSU-Stadtrat Oehm stimmt dagegen


Als einziger stimmte Jürgen Oehm (CSU) gegen den Beschluss: "Ich finde das so etwas von hässlich, wenn man so was in die Landschaft setzt".