Seinen Part übernimmt nun der einstige Heldentenor René Kollo, der in seiner aktiven Zeit als Sänger vornehmlich mit Rollen in Werken Richard Wagners reüssierte. Nach autodidaktischen Anfängen in Jazzkellern feierte Kollo erste Erfolge als Schlagersänger Ende der 50er Jahre.

Kollo sagte Coburg einst ab

Seine Weltkarriere begann 1969 in Bayreuth mit dem Steuermann im "Fliegenden Holländer". Mit Coburg war René Kollo bislang nur durch eine Absage verbunden. Kollo sollte einst im Dezember 1995 die Operette "Marietta" am Landestheater inszenieren, die sein Großvater Walter und sein Vater Willi Kollo gemeinsam geschrieben hatten.


Coburg freut sich auf Gerhaher und Hampson


Diese Regie aber hatte Kollo kurzfristig abgesagt und damit indirekt zum Scheitern von Intendantin Karin Heindl-Lau beigetragen, die nach wenigen Monaten im Amt Anfang 1996 entlassen worden war. René Kollos Schwester Marguerite, die von 1973 bis 1996 Managerin ihres Bruders war, gastierte übrigens erst vor wenigen Tagen bei einer großen Kollo-Matinee der "Coburger Sommeroperette" auf der Waldbühne Heldritt. Das Festival "Lied & Lyrik" findet vom 18. bis 23. September in Coburg, Banz und Vierzehnheiligen statt und bietet neben dieser Wagner-Matinee Liederabende mit Christian Gerhaher und Thomas Hampson im Landestheater.