Es klingt ungewöhnlich: Der Sportverein Meilschnitz ist seit 2013 völlig schuldenfrei. Dennoch rieten Kassierin Reika Bätz und Revisor Fredy Hänftling in der Hauptversammlung dringend, Wege zu finden, um das Wegschmelzen des immer noch beachtlichen, vierstelligen Barvermögens schnellstens einzudämmen. Vorsitzender Steffen Gunsenheimer sagte in der Hauptversammlung zu, diese Empfehlung in Kürze im Kreise des am 22. Februar neu gewählten Vorstands anzusprechen.

Bierdeckel sind nichts zum Abheften

Dass auch Humor gelegentlich zwei Seiten hat, erfuhren die Vereinsfreunde von Gunsenheimer, als er der Theatergruppe zum einem bescheinigte, mit ihren Lustspielen eine fühlbare, finanzielle Stütze zu sein. Schmunzeln musste er allerdings, als der Kassenprüfer riet, der Kassenwartin nie mehr Abrechnungen auf Bierfilzen vorzulegen, weil sich deren Lochung und Abheftung schwierig gestalte.

Was die Sportler hingegen derzeit mehr belastet, ist die Tatsache, dass die Neustadter Stadtverwaltung bisher eine Nachricht schuldig blieb, ob ihrerseits Eduard Dorst eine Ehrung als verdienstvoller städtischer Sportler zu erwarten hat.

Thomas Zahner, Leiter der Alt-Herren-Abteilung, legte sein Amt mit sofortiger Wirkung 2013 nieder; Dieter Knauer stellte sich als kommissarischer Leiter zur Verfügung; in Kürze sollte ein ständiger Alt-Herren-Leiter gefunden werden, bestätigte Gunsenheimer.

Die Jugend ist stark

Vor Neuwahlen und Ehrungen war den Berichten der Abteilungsleiter zu entnehmen, dass der "SV Meilschnitz 1949" vor allem im Jugendbereich sowohl von der Personenstärke als auch von der Leistung her gesehen sehr gut positioniert ist. Der Verein hat aktuell 335 Mitglieder, die ihn aktiv oder fördernd unterstützen, 36 Prozent davon sind unter 18 Jahre alt. Das älteste Mitglied - Heiner Schuster - ist 89 Jahre alt, während die Jüngste - Leni Gunsenheimer, Tochter des Vorsitzenden - gerade mal 30 Monate alt ist.

Ehrungen für 25 verdiente und langjährige Sportkameraden vollzog anschließend der noch amtierende Vorsitzende. Thomas Zahner erhielt für jahrelange Dienste einen Präsentkorb.