Groß und Klein drängelten sich am Samstagabend im ausverkauften Kongresshaus, um dabei zu sein, wenn Tochter, Sohn, Schwester, Bruder, Enkel, Nichte oder Neffe auftreten. Nach der Trennung von der Coburger Turnerschaft befindet sich die "große orange Familie" der Coburger Effect's nun im ersten Jahr ihrer Selbständigkeit und verzeichnet beachtliche Erfolge.

Und die wollen präsentiert sein: Stolz tanzten die vierzig Mädels der Jugend ihren Schautanz "Post per Eulenexpress". Mit ihm belegten sie den zweiten Platz bei den deutschen Meisterschaften in Halle. Ein weiteres Highlight: Die Junioren zeigten den Schautanz "Lasst mich endlich tanzen", mit dem sie den siebten Platz erreichten, die Ü15 präsentierte ihre erfolgreiche Choreografie des Tanzes "BarRock".

Mit einer Lasershow eröffnete der Verein den Abend, durch den die "Mutter der Effect's", Teamleiterin und Trainerin Bianca Kühn führte. Gerade erst aufgestiegen in die Königsklasse, zeigten Hanna Schönmann und Jonas Hanft ihren Paartanz, gefolgt von den Flöhen und Minis, die sich als Kapitän, Seebären und Indianer ein quicklebendiges "Kolumbus entdeckt Amerika" ertanzten. "Es ist manchmal nicht so einfach, so eine Rasselbande zu trainieren", sagte Kühn lachend, "aber es ist goldig." Für Nachwuchsmariechen Sophia Meisner ("sie hat so ein entzückendes Lächeln") und Tanzmariechen Hanna Schönmann war die Trainerin voll des Lobes. "Hanna hat die Begabung in die Wiege gelegt bekommen", sagte sie. Nur Sophia Meisners ehrgeiziger Papa solle entspannt bleiben: "Wir werden Deutscher Meister, aber in 20 Jahren!"

Die Junioren zeigten ihren Gardetanz. Als "Divas" bezeichnete Trainerin Bianca Kühn ihre erfolgreichen Sportlerinnen, die immerhin "Drizemeister" bei der Oberfränkischen geworden seien. Auch die Jugend zeigte ihren Gardetanz. Mit "Dance for you" rockte die Ü 15-Formation ihr Publikum. Die Choreografie dazu erstellten die Mädchen in Eigenregie. Nur für den heutigen Tag einstudiert hatten zwei Jungs und sechs Mädels ihre kleine gemischte Garde. Bianca Kühn appellierte an potenzielle Sponsoren im Zuschauerraum: "Ein Kostüm kostet 400 Euro. Wer heute zufällig zu viel (Geld) dabei hat, kann sich bei mir hinter der Bühne melden." Auch potenzielle Tänzer männlichen Geschlechts seien gerne gesehen.

Was Stefanie Meinholdt jenseits des karnevalistischen Tanzsports mit einem gelben Tuch alles anstellen kann, bewies sie mit ihrem Solo "My immortal". 36 Juniortänzerinnen tanzten als "durchgeknallte Teenies" und "verrückte Hühner" im populären Gangnam-Style mal so richtig "aus der Reihe".

Die Defect's, neun stattliche Mannsbilder, zeigten, was ein "Robin Hood" so drauf hat, und die LaFect's präsentierten in (auf)reizenden Kostümen einen Cancan. "Als erwachsene Frau in Strapsen auf der Bühne zu tanzen kostet eine Menge Mut", lobte Kühn den Einsatz der Mütter ihrer Tänzerinnen.


2015 die "Fränkische" ausrichten

Christiane Büchner tanzt in der Ü 15-Formation. Sie sang den James-Bond-Song Skyfall". "Bis letztes Jahr wussten wir nicht, dass wir solche Talente in unseren Reihen haben", merkte Bianca Kühn an. Zusätzlich zu ihren ohnehin vielen Trainingsstunden wollte eine kleine Gruppe Aktiver noch einmal auf die Bühne: Sie präsentierten ihrem Ausdruckstanz "Read all about it". Zum live gesungenen Pink Song "Try" zeigte das Showpaar Stefanie Meinholdt und Jens Lindner athletischen Ausdruckstanz.

Mit Tönen wie andere mit Bällen jonglierte Gast Marcel Wagner. Der befreundete Verein KC Röttenbach sorgte für besondere Highlights. Als "Star aus Funk und Fernsehen" wurde sie angekündigt: Florina Lasch brachte als rotzfreche Göre den Saal zum Giggeln und Prusten. Als Überraschungsgast trat Röttenbachs Tanzmariechen Bianca Dürrbeck auf, die amtierende Deutsche Meisterin. Auch die Förderer des Vereins wurden vorgestellt und auf der Bühne mit Präsenten bedacht. Dabei plauderte Bianca Kühn aus dem Nähkästchen: "Wir werden 2015 die oberfränkische und fränkische Meisterschaft in der HUK-Arena ausrichten."