13 Wasserkanister hat Markus Guck in diesem Jahr schon "plattgemacht". Dazu bedient er sich eines ungewöhnlichen "Werkzeuges", um die mit zehn Litern Wasser gefüllten Behälter zum Bersten zu bringen - nämlich eines Coburger Stadtbusses. Markus Guck ist Fahrdienstleiter bei den Verkehrsbetrieben der SÜC. Mit der spektakulären Kanisteraktion zeigt er jedes Jahr im Herbst den Coburger Abc-Schützen, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern und dabei auch von den Schulbussen ausgehen können.
"Seit nunmehr zehn Jahren haben sich die Verkehrsbetriebe der SÜC der Sicherheit der Erstklässler verschrieben", sagt Regina Bátyi. Die Kinder der ersten Klassen der Coburger Grundschulen holen Regina Bátyi und Markus Guck im September und Oktober mit dem Bus von der Schule ab und fahren mit ihnen ins Depot der Städtischen Werke an der Bamberger Straße. Dort beginnt die Veranstaltung "Guten Morgen Busfahrer!". "Wir bringen den Kindern nahe wie sie sich richtig an der Haltestelle und im Bus verhalten. So verringert sich das Unfallrisiko", erklärt Regina Bátyi. Kinder der ersten und zweiten Jahrgangsstufe der Grundschule Creidlitz besuchten mit Lehrerin Christine Gegg in den vergangenen Tagen die Stadtbusse. "So viel Abstand von der Gehsteigkante bietet Sicherheit", zeigt Markus Guck den 23 Kindern.


Schwer wie elf Baby-Elefanten

Dazu hat er einen Meterstab dabei. So lassen sich auch die Dimensionen eines Stadtbusses verdeutlichen: 2,50 Meter breit, drei Meter hoch und immerhin zwölf Meter lang ist das Fahrzeug. "Wenn euch ein Elefant auf den Fuß tritt, dann sieht er danach wie ein Pfannkuchen aus - ganz platt", sagt er eindringlich. Und ein Stadtbus bringt mit elf Tonnen so viel auf die Waage wie etwa elf Baby-Elefanten. "Da man muss man sich schon vorsehen!" Die anschließende spektakuläre Vorführung ist schnell vorbereitet: Eine Auffahrhilfe liegt vor einem der beiden hinteren Zwillingsräder, gleich danach hat Markus Guck den Wasserkanister platziert. Jetzt heißt es Abstand halten, denn das Wasser spritzt einige Meter weit, als der Bus über den Kanister walzt.
"Wenn ihr auf den Schulbus wartet, dürft ihr an der Haltestelle nicht drängeln und schubsen", ermahnt der Fahrdienstleiter. "Auch freut sich der Busfahrer über ein Hallo oder Guten Morgen, wenn ihr einsteigt." Ausreichend Sicherheit im Schulbus gibt es nach den Worten von Markus Guck nur, wenn man sich gut festhält, auf seinem Sitzplatz bleibt und keinen Unfug treibt. "Der Fahrer soll euch ja sicher und gut zur Schule und wieder nach Hause bringen. Da muss er sich auf den Straßenverkehr konzentrieren", erklärt er den Mädchen und Jungen.
Spannend ist auch der Blick in die Buswerkstatt für die Kinder. Der riesige Motor im Heck des Fahrzeugs kann ebenso bestaunt werden wie die vielen Kabel und Rohre unten am Bus. Die Fahrt durch die Waschstraße ist ein Erlebnis. Jeden Abend sorgen die rotierenden Bürsten und eine kräftige Dusche dafür, dass die SÜC-Busse adrett aussehen. red