"Die Gräber sind eindringliche Mahnmale für den Frieden und gegen das Vergessen!" Die Schülerin Kira Regenspurger vom Gymnasium Casimirianum machte auf der Grundlage der Erinnerungen von Alexandra Simtion auf der gemeinsamen Gedenkfeier der Stadt Coburg und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Bedeutung der Friedens- und Jugendarbeit des Volksbundes deutlich. Die Arbeit des Volksbundes lasse jährlich über 20 000 junge Menschen unterschiedlicher nationaler, kultureller und religiöser Herkunft zusammenkommen. Es gelte, gemeinsam eine Zukunft in Frieden zu schaffen und zu bewahren.
Zweiter Bürgermeister Norbert Tessmer (SPD) wies in seiner Ansprache nicht nur auf die Opfer der beiden Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft hin. Er lenkte den Blick auch in die Gegenwart und besonders die jüngere Vergangenheit, indem er die Gefallenen der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen, die Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe NSU und der DDR-Diktatur mit einbezog. Insofern sei die Botschaft des Volkstrauertages immer aktuell.
Auf dem Schlossplatz legten die beiden Bürgermeister Tessmer und Hans-Heinrich Ulmann (CSB) zusammen mit den Vertretern Coburger Vereine und Verbänden Kränze in der Gedenkhalle in den Arkaden nieder. Auf dem Glockenberg-Friedhof erfolgten im Rahmen eines Schweigemarsches Kranzniederlegungen am Gedenkstein für die jüdischen Mitbürger Coburgs, die Opfer des Nationalsozialismus geworden waren, am Gemeinschaftsgrab für die in den letzten Kriegstagen 1945 ermordeten Zwangsarbeiter, am Vertriebenenkreuz für die Toten aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und auf dem Soldatenfriedhof.